zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 12:26 Uhr

Hansa Rostock : Mitglieder sagen Ja zur Ausgliederung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

95 Prozent der 909 anwesenden Mitglieder stimmen zu. Die Verbindlichkeiten wurden auf 11,6 Millionen Euro reduziert

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2016 | 18:39 Uhr

Erfolgreiches Wochenende für den FC Hansa Rostock: Am Sonnabend machte der Verein mit einem 2:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart II einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Keine 24 Stunden später stimmten rund 95 Prozent der 909 anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) zu.

„Es liegt ein hartes Stück Arbeit hinter uns. Besonders die Ausgliederungsgruppe hat sich über alle Maßen engagiert. Ich persönlich bin auch glücklich, dass wir mit diesem Votum der Mitglieder, die nächsten Aufgaben angehen können“, sagte Christian Hüneburg, Hansa-Vorstand für Finanzen und Verwaltung.


Rolf Elgeti erhält 45 Prozent der KGaA


Neben dem bestehenden FC Hansa Rostock e.V. wird nun künftig auch eine FC Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA existieren, über die der Geschäftsbereich Profifußball organisiert wird sowie die Bereiche Ticketing, Vermarktung, Medien, Personal und Verwaltung. An der neuen Gesellschaft wird Finanzexperte Rolf Elgeti mit 45 Prozent der Anteile beteiligt. Im Gegenzug verzichtet der Investor auf rund zehn Millionen Euro gegenüber den Verein aus dem Stadionkredit, den er der Deutschen Kreditbank abgekauft hat. „Der alte Stadionkredit betrug etwas mehr als 21 Millionen. Auf 1,2 Millionen habe ich im Zuge des Logenrechts (auf 75 Jahre – d. Red.) verzichtet. Weitere zehn Millionen verschwinden jetzt mit der Ausgliederung. Damit bleiben ein bisschen weniger als zehn Millionen übrig. Die anderen vier Millionen waren ein Fünf-Wochen-Darlehen zum Erlangen der letzten Lizenz. Das wurde bereits rückwirkend zum 1. Juli des vergangenen Jahres in ein Sale-Lease-Back-Geschäft (Mietrückkauf der Geschäftsstelle – d. Red.) umgewandelt, das heißt diese vier Millionen sind als Verbindlichkeit für den Verein verschwunden. Er muss nur die monatliche Leasingrate begleichen“, sagt Rolf Elgeti. Damit ist klar, dass dem Club die Geschäftsstelle nicht mehr gehört, er kann sie jedoch in zehn Jahren zurückerwerben.

Insgesamt betragen die Außenverbindlichkeiten des Vereins 11,6 Millionen Euro. „Doch mit Herrn Elgeti als Investor sind wir in der Lage, die Schulden auch langfristig zu reduzieren“, ist Hüneburg überzeugt.

Die Stimmung auf der Mitgliederversammlung wurde als sehr sachlich beschrieben. „Wir haben das Thema Ausgliederung und den Weg dorthin beschrieben, auch die Arbeitsgruppe kam zu Wort. Das Ergebnis von 95 Prozent gibt uns am Ende diesbezüglich Recht“, so Hüneburg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen