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Polizisten suchen nach Frauenkopf : Mit Wathosen im Teich

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Rückschlag im Fall der Neubrandenburger Frauenleiche: Dem Mühlenteich kann man nicht auf den Grund schauen. Am Mittwoch stiegen Taucher sowie Polizisten in Wathosen ins trübe Wasser. Sie suchen den Kopf der Toten.

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2012 | 10:02 Uhr

Bei der Suche nach dem Kopf einer zerstückelten Frau im Neubrandenburger Mühlenteich haben die Ermittler noch nicht die erhofften Fortschritte gemacht. „Das Wasser des Teichs lässt sich nicht so weit ablassen, dass der Boden sichtbar wird“, sagte Staatsanwältin Beatrix Komning am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Daraufhin sollten Taucher ins trübe Wasser steigen und nach dem Körperteil suchen, wie eine Polizeisprecherin berichtete.

Es ist unklar, um wen es sich bei der Toten handelt. Am Donnerstag (29.3.) beginnen Massengentests für alle Männer zwischen 50 und 70 Jahren in Neubrandenburg. Etwa 9000 Männer sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Ermittler hoffen damit, der Identität der Toten und dem Täter auf die Spur zu kommen.
Am Mittwoch waren etwa 40 Beamte am Mühlenteich im Einsatz. Polizeikräfte - bekleidet mit Wathosen - bildeten eine Kette und suchten zunächst das Ufer des Gewässers ab. Möglicherweise überfliegt auch ein Hubschrauber das Gebiet.

Am Morgen hatte die Staatsanwältin noch damit gerechnet, dass sich die Suche verschiebt, weil das Wasser viel langsamer als erwartet abfloss. Seitdem am Dienstag das Wehr geöffnet wurde, sei der Wasserspiegel nur um etwa 30 Zentimeter gesunken, sagte sie. Dann hieß es von Fachleuten des Staatlichen Amtes für Umwelt und Landwirtschaft, der Wasserspiegel lasse sich nicht weiter absenken. Deswegen wollten die Einsatzkräfte nicht länger mit der Suche warten. Wie schon am Vortag schauten ihnen einige Neugierige zu.
Seit Jahresbeginn waren in dem Teich und im nahen Tollensesee Teile einer Frauenleiche gefunden worden sind. Bis auf den Kopf soll der Körper komplett sein. Die Ermittler vermuten eine Beziehungstat.

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