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20. November 2017 | 10:44 Uhr

Mit Ultraschall vorbeugen

vom

svz.de von
erstellt am 31.Okt.2010 | 05:46 Uhr

Sowohl die Universitäts- als auch die Südstadtklinik in Rostock konnten vergangenen Sonnabend eine Menge Besucher verzeichnen. Der Grund: Die Kliniken haben sich am bundesweiten Gefäß-Tag beteiligt. Jedes Jahr veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Gefäß-Chirurgie diesen Tag um für bessere Aufklärung von Betroffenen und Interessenten zu sorgen. Alle gefäßmedizinischen Abteilungen, Kliniken und Praxen können zur Umsetzung der Veranstaltung beitragen.
„Heute kamen mehr als 500 Gäste in unser Krankenhaus“, sagt Oberarzt Dr. Peter Schwanitz vom Südstadtklinikum. Neben diversen Vorträgen wurden in beiden Kliniken Ultraschallmessungen durchgeführt. „Wir untersuchen die Hals- und Bauchschlagader sowie die Beine. Dabei möchten wir den Besucher an die Technik heranführen. Diagnosen stellen wir nicht. Bei Unstimmigkeiten weisen wir aber darauf hin, dass ein Besuch beim Arzt notwendig ist“, erklärt Schwanitz. Dies geschehe allerdings nur, wenn eine akute Arterienverengung vorliegt. „Der Verschluss der Halsschlagader kann zum Schlaganfall führen“, so Oberarzt Schwanitz. „Arteriosklerose ist altersabhängig. Das Risiko zu erkranken, steigt mit zunehmenden Alter“, fügt er hinzu.

Um einer Gefäßerkrankung vorzubeugen, sollten bestimmte Risikofaktoren vermieden werden: Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Blutfette gehören dazu. „Um den Gefäßkillern entgegen zu wirken, ist die Prävention am wichtigsten. Wir können Gefäßerkrankungen nicht heilen, aber den Prozess verlangsamen und Folgen behandeln“, erläutert Mediziner Torsten Kleber vom Südstadtklinikum.
Die Wahrscheinlichkeit eine Gefäßerkrankung zu bekommen, hängt auch von genetischen Komponenten ab. Wenn die Erkrankung bereits im jungen Alter beginnt, spielt die Genetik meist eine entscheidende Rolle. Die Rostocker Universitätsklinik machte am Sonnabend auch auf diesen Faktor aufmerksam. „Wir wollen die Patienten aufklären“, so der Leiter der Gefäß-Chirurgie Dr. Carsten Bünger. „Erkrankungen der Blutgefäße sind heute eine Haupttodesursache. Oft kommen die Störungen ohne Anzeichen. Wenn Beschwerden auftreten und die Leute zum Arzt gehen, ist die Krankheit oft schon weit fortgeschritten“, sagt Bünger weiter.

Der diesjährige Gefäß-Tag stand im Zeichen der Schaufensterkrankheit. Betroffene legen Wegstrecken mit Schmerzen in der Wade zurück. „Um sich von den Schmerzen zu erholen, müssen sie stehen bleiben. Dies tun sie bevorzugt vor Schaufenstern, damit niemand mitbekommt, dass sie Schmerzen leiden“, verdeutlicht Bünger. Neben der Schaufensterkrankheit hat das Klinikum auch über weitere Gefäßverengungen wie Krampfadern oder Halsschlagaderverengungen informiert. „Wenn eine Verengung auftritt, können beim Patienten bestimmte Symptome wie Blindheit oder eine einseitige Schwächung der Gliedmaßen auftreten. Sobald jemand häufiger über diese Beschwerden klagt, sollte er einen Arzt aufsuchen“, empfiehlt der Gefäß-Chirurg.

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