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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 13:41 Uhr

Verkehr : Mit Tempo 160 nach Berlin

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In weniger als zwei Stunden von der Ostsee in die Hauptstadt: Der Ausbau des Schienenneztes macht es möglich.

Mit dem kleinen Fahrplanwechsel am Montag wird offiziell die Strecke Richtung Berlin für die Geschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde zur Nutzung im Güterverkehr mit einer Radlast von 25 Tonnen freigegeben. Zu diesem Ereignis hatte der Vorstandsvorsitzende der Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, zahlreiche Gäste aus Rostock und den größeren Städten zu einer Fahrt im Sonderzug nach Berlin-Potsdamer Platz in die Konzernzentrale eingeladen. Er würdigte die seit 2005 erbrachten Leistungen und dankte auch den Kunden, die besonders bei der Vollsperrung der Strecke 2012/2013 verständnisvoll mehr Zeit aufbrachten.

Vieles wurde erreicht: Mit dem ICE, der von Rostock nach München fährt, ist Berlin nun binnen einer Stunde und 59 Minuten zu erreichen. Von insgesamt 198 zu ertüchtigenden Streckenkilometern wurden 168 umgebaut. Von insgesamt 860 Millionen Euro wurden bis heute 658 Millionen verbaut.

Im Regionalverkehr konnte diese Einsparung nicht voll erreicht werden. Das Land als Träger im Regionalverkehr hat die Forderung, die Knoten Güstrow und Neustrelitz in der jetzigen Form zu erhalten, durchgesetzt, sodass die Line Rostock–Lutherstadt Wittenberg weiter über Güstrow fahren muss und die Magistrale erst hinter Lalendorf erreicht.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium wies in diesem Zusammenhang besonders auf die Bedeutung für den Güterverkehr und den Seehafens hin. Nach Beschluss der EU und der Bundesregierung ist der Seehafen künftig im Transeuropäischen Verkehrsnetz Endpunkt der Trasse 3 vom bulgarischen Burgus über Rumänien, Ungarn und Tschechien für den Skandinavienverkehr. Daraus ergeben sich weitaus höhere Umschlagsleistungen als bisher.

Auch nach 2014 wird es auf dieser Strecke weitere Aufgaben geben. So müssen auf einer Reihe von Bahnhöfen noch Anpassungen erfolgen, hierzu zählen der Rostocker Hauptbahnhof und Rostock-Bramow.

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