zur Navigation springen

Spender gesucht : Mit Rostocks Hilfe will Sylvi den Krebs besiegen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Freunde der Leukämie-Patientin organisieren mit DKMS Typisierungsaktion um Stammzellenspender zu finden

Eigentlich ist Sylvia Horack keine „Rampensau“, doch jetzt lächelt sie den Hansestädtern von Flyern, Plakaten und auf Facebook entgegen. „Für den guten Zweck zeige ich inzwischen sogar gern mein Gesicht“, sagt die an Leukämie erkrankte Rostockerin. Denn sie und andere Blutkrebs-Patienten sind dringend auf Stammzellenspender angewiesen, um die Krankheit besiegen zu können. Um den passenden genetischen Zwilling zu ermitteln, findet in Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am 27. Februar unter dem Titel „Der Norden für Sylvi“ eine große Typisierungsaktion im Hotel Radisson Blue in der Langen Straße statt.


„Mit Ihrem Blut stimmt etwas nicht“


Wegen Verdachts auf Mandelentzündung kam Horack im Dezember in die Klinik und sollte operiert werden. „Dann hieß es: Mit Ihrem Blut stimmt etwas nicht“, erinnert sie sich. Die Ärzte diagnositizieren bei der 39-Jährigen einen aggressiven Blutkrebs. „Mein erster Gedanke war nicht ,Oh Gott, ich hab Leukämie!‘, sondern ,nicht gerade jetzt’. Ich wollte doch mit meinem Freund Urlaub machen“, so die Rostockerin. Seitdem verbringt sie viel Zeit in der Uniklinik zur Chemotherapie.

Geheilt werden kann Horack nur mithilfe von gesunden Stammzellen und weißen Blutkörperchen von einem genetischen Zwilling. Doch der muss erst gefunden werden – in der Datenbank der DKMS oder bei der Registrierungsaktion, die Freunde organisiert haben. „Man braucht eine Location, die gewisse Voraussetzungen erfüllt, medizinische Helfer und muss die Versorgung organisieren“, sagt Stefanie Stutzig, die im Radisson Hotel arbeitet. Um einen Veranstaltungsort zu bekommen, hat sich die Angestellte an Daniel Bojahr, Direktor des Rostocker Hotels gewandt, der den Ostseesaal und die gesamte Etage gern kostenlos zur Verfügung stellt. „Es ist Teil unseres weltweiten Responsable-Business-Programms, der Region, in der man sein Geld verdient, auch etwas für gemeinnützige Projekte zurückzugeben“, so Bojahr.

Die Aktion soll dabei noch mehr Patienten helfen: „Es geht dabei nicht nur um mich. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto höher wird die Chance auch für andere, einen passenden Spender zu finden“, sagt Sylvia Horack.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen