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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 00:55 Uhr

Universität : Mit Offenheit durchs Austauschjahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die lokale Erasmus-Initiative Rostock begleitet ausländische Studenten während ihres Aufenthalts an der Universität Rostock. Alles zum Projekt...

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Seit Oktober ist Gaudéric Marty in der Hansestadt und bleibt für zwei Semester. Bereits in der ersten Woche gab es fern der Heimat viele neue Eindrücke, aber auch Hindernisse. So war der Franzose froh, als er in der Orientierungswoche die lokale Erasmus-Initiative Rostock (LEI) kennenlernte. Dadurch hat er schnell Kontakt zu anderen Studenten gefunden und ist seitdem fast immer bei den Events der LEI dabei. „Am Anfang war es sehr schwierig für mich. Es ist nicht so einfach, den Kontakt zu deutschen Studenten zu finden“, erzählt der Erasmus-Student. Er vermisst hier generell die Offenheit für andere Kulturen. Dass es aber auch Ausnahmen gibt, beweist ihm Maria Kasten.

Die 26-jährige Studentin ist die Vorsitzende der LEI und war selbst im Ausland. „Ich war in Spanien zum Studium und in den USA als Au-Pair. Die Zeit möchte ich nicht missen“, erzählt sie. In Spanien hat sie selbst am Austauschprogramm Erasmus teilgenommen und so die Arbeit der dortigen LEI erlebt. Diese Erfahrungen helfen ihr bei der ehrenamtlichen Tätigkeit. Zusammen mit dem Akademischen Auslandsamt organisiert die Initiative zu Beginn des Semesters eine Orientierungswoche. Die ausländischen Studenten bekommen so Hilfe bei bürokratischen Angelegenheiten wie Anträgen und Kontoeröffnungen, aber auch bei der Belegung und Wahl der Kurse. „Für die ausländischen Studenten ist es oft einfacher, Studenten um Hilfe zu bitten, als sich direkt an das zuständige Amt zu wenden“, berichtet Maria Kasten. So bekommen die Mitglieder der LEI besonders viele Mails vor und zu Beginn des Semesters, wenn die neuen Studenten in Rostock ankommen. Doch auch im Semester ist die Initiative sehr aktiv. Sei es bei dem wöchentlichen Stammtisch oder einer anderen Veranstaltung, wie beispielsweise einem Filmabend. „Wir unternehmen auch zweimal im Semester eine Exkursion, zum Beispiel nach Berlin oder Rügen. Dabei versuchen wir alle Veranstaltungen kostenlos oder so kostengünstig wie möglich zu machen, da viele der ausländischen Studenten wenig Geld haben“, erklärt die Vorsitzende.

Sowohl Gaudéric Marty als auch Maria Kasten freuen sich, wenn sie bei den Veranstaltungen auch deutsche Studenten sehen. Denn darin sind sich die beiden einig: Die deutschen Studenten sollten offener sein. „Auch in den Kursen und sich nicht nur immer auf sich selbst konzentrieren, sondern einfach einmal auf die Leute zugehen“, findet Maria Kasten. Doch wenn man erst einmal über das Oberflächliche hinweg ist, dann können beide Seiten von der Begegnung profitieren und eine sehr schöne Zeit haben, sagt sie.

 

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