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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 16:06 Uhr

Kultur : Mit Musik den Tieren helfen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

16. Klassiknacht im Zoo: Peter Leonard und die Norddeutsche Philharmonie geben ein Open-Air-Konzert zu Gunsten des Polariums

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 12:00 Uhr

„Es wird melancholisch werden, manchmal auch lustig und es wird zu Oper Air passen“, sagt Peter Leonard. Der Intendant des Rostocker Volkstheaters meint das Programm der 16. Klassiknacht am 13. Juni im Zoo, das in diesem Jahr unter dem Motto „Von Pol zu Pol“ steht. Gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock unternimmt er eine musikalische Reise zwischen Nord- und Südpol.

Neben Sir Edward William Elgars Meisterwerk „Pomp & Circumstances Marc No. 1“ erklingen unter anderem die Filmmusik zu „Fluch der Karibik“ von Klaus Badelts sowie Ausschnitte aus dem Ballett „Spartakus“ des russisch-armenischen Künstlers Aram Chatschaturjan. „Es ist eine große Ehre für mich, bereits zum dritten Mal als Dirigent bei diesem Konzert dabei sein zu dürfen“, betont Leonard. Es ist sein vorerst letzter Auftritt bei der Klassiknacht, denn Leonard verlässt das Volkstheater nach Ende der aktuellen Spielzeit. „Wir Intendanten sind wie Gewitter – wir kommen und gehen wieder“, scherzt er.

Die erste Klassiknacht wurde zum 100. Geburtstag des Zoos veranstaltet. „Damals im strömenden Regen“, erinnert sich Zoo-Direktor Udo Nagel. „Wir hatten Angst, dass die Zuschauer wegbleiben würden. Doch dem war nicht so.“ Rund 2000 Besucher hätten im Regen verharrt und die Musik genossen. „Mittlerweile ist die Klassiknacht Kult geworden. Sie gehört einfach zum Zoo und zum Volkstheater“, so Nagel.

Die Einnahmen der Klassiknacht fließen in die Zoo-Kasse. Funktionieren würde das nur, weil die Sponsoren so gut Hand in Hand arbeiteten. „Das sind jährlich 30 000 bis 40 000 Euro, die uns zugute kommen“, sagt Nagel. Dieses Mal soll dadurch der Bau des Polariums, der neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, unterstützt werden.

Als Dank für die gute Partnerschaft durfte Peter Leonard gestern zwei Trampeltier-Junge taufen. Die beiden Mädchen wurden im März geboren und sind seither ohne Namen unterwegs. Doch das ist nun vorbei. Leonard taufte sie Fanny und Cosima. Was sie von ihren neuen Namen halten sollen, wissen die beiden Kamele noch nicht genau. Immerhin treten sie in große Fußstapfen. „Fanny war die Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie war eine begabte Komponistin. Cosima war die Frau von Richard Wagner“, erklärt Leonard die Namensgebung. Bei dem Intendanten dreht sich alles um die Musik. Die Auftritte bei der Klassiknacht wird er vermissen. „Der Zoo ist einer der wenigen guten Open-Air-Stätten in Rostock“, sagt der Musiker.

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