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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 19:05 Uhr

Hanse Sail : Mit High-Speed auf Streife

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Während des Großereignisses sorgt die Wasserschutzpolizei täglich mit rund 40 Mann für Sicherheit und Ordnung.

von
erstellt am 10.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Das Polizeiboot dreht sich, dass das Wasser nur so schäumt. Mit knapp 30 Knoten nähert es sich der Yacht, die unter Segeln mit Motorkraft fährt, ohne ihren Kegel zu setzen. Streifenbootführer Maik Junghanns von der Wasserschutzpolizei (WSPI) Rostock verwarnt den Segler mündlich. „Sie müssen den Kegel setzen, denn mit laufendem Motor haben Sie Rechte und Pflichten eines Motorboots“, sagt der 49-Jährige. Der Angesprochene reagiert sofort und holt den Kegel heraus.

Während der Hanse Sail setzt die Wasserschutzpolizei drei Küstenstreifen-, zwei Streifen-, zwei Hilfsstreifen- und drei Schlauchboote ein. „Rund 40 Beamte sind täglich unterwegs“, sagt WSPI-Leiter Fredi Ewert. So soll die Sicherheit des Schiffsverkehrs garantiert werden. Laut Ewert sei die Sail bisher recht ruhig gewesen – nur über Nacht sei ein Traditionsschiff auf Grund gelaufen. Schließlich „begleiten wir das Ein- und Auslaufen der Fähr- und Traditionsschiffe rund um die Uhr“, sagt WSPI-Sprecher Hartmut Richter.

Damit die Sail so sicher bleibt, fährt das 150 PS-starke Schlauchboot weiter zwischen Stadthafen und Warnemünde auf Streife – vorbei an Menschenmassen, Riesenrad und manch historischem Großsegler. Steuermann Ronald Höhne liebt seine Arbeit, weil sie „spannend und abwechslungsreich ist“, so der 49-Jährige. Er und sein Kollege sorgen dafür, dass die verschiedenen Schiffe nicht zu dicht auffahren, nicht gegen fischereirechtliche Bestimmungen verstoßen und sich auch sonst an alle Vorschriften halten.

„Das Motorboot dort vorne fährt zu schnell“, sagt Junghanns, der vom Bug aus den besten Blick hat. Höhne reagiert sofort und bewegt das wendige, gut sechs Meter lange Schlauchboot auf den Raser zu. „Was meinen Sie, wie schnell Sie waren?“, fragt Junghanns den Fahrer. Dieser ist einsichtig und zeigt seinen Bootsführerschein vor: Statt der erlaubten 6,5 Knoten war er mehr als zehn Knoten gefahren. Das Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro zahlt er bereitwillig. „Mit Geschwindigkeitsmesser wäre das teurer geworden“, so Junghanns.

Das wendige Schlauchboot schlängelt sich zwischen modernen Yachten, Fischkutter, Kreuzfahrt- und Dampfschiffen hindurch. Hin und wieder trifft es auf andere Polizeiboote, die den Verkehr für Kreuzfahrer stoppen, damit diese ungehindert anlegen können. Auch ein großer Segler wird von der Polizei begleitet. „Der muss das Fahrwasser nutzen, kann wegen seiner Größe nicht so geschmeidig manövrieren“, sagt Höhne. Zurück im Stadthafen ist er zufrieden: „Das war ein gelungener Einsatz, wir haben mit unserem Boot erfolgreich für Sicherheit und Ordnung gesorgt.“

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