zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 02:41 Uhr

kunstprojekt : Mit Graffiti Danke gesagt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Künstler Tobias Simniok gestaltet Wandbild an Fassade des Innerstädtischen Gymnasiums / Skyline von Rostock abgebildet

von
erstellt am 17.Jul.2015 | 15:00 Uhr

„Und den Stress will ich meiden, gehst du weit weg, ich will bleiben“, rappt Max Mieksch alias Spine Head zur Eröffnung des Schulfestes. Dann erklärt der Künstler Tobias Simniok, warum er die Rostocker Skyline auf die Betonfassade des Innerstädtischen Gymnasiums (ISG) sprühen durfte. „Die Schüler des Abijahrgangs 2014 fragten meinen Kumpel Max, ob er einen Graffiti- Künstler kenne, der Lust auf ein Schulprojekt hat“, erinnert sich Simniok. So sei der Kontakt zu seiner alten Schule entstanden.

Doch warum? „Es ist Tradition, dass die Abiturjahrgänge ihre Dankbarkeit mit einem Geschenk ausdrücken“, erklärt Schulleiter Thomas Döring. Zusammen mit rund 400 Schülern nahm dieser gestern offiziell das Wandbild entgegen. Simniok, der normalerweise eher Freestyle (nonfigurativ) arbeitet, entschied sich bei der Motivauswahl für die Silhouette der Hansestadt. „Mit dabei sind neben dem ISG selbst, das Ostseestadion, die Petrikirche, aber auch das Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen“, so der 25-Jährige. Es seien bekannte Orte, die für jeden Rostocker eine Bedeutung haben“, beschreibt Simniok, der bereits seit Kindertagen sprüht. Das bestätigt sein Vater: „Tobias hat früher die Fassade unseres Gartenhauses verziert“, berichtet Bernd Simniok.

Für das Graffiti auf dem Sportplatz habe der Künstler allerdings mehr Farbe benötigt. „Da kommt schon was zusammen. 70 Dosen habe ich verbraucht“, erinnert sich Simniok. Gesponsert wurden diese vom ISG-Schulverein und vom Abiturjahrgang 2014. Vom Kunstwerk profitieren jetzt auch nachfolgende Jahrgänge wie die Klasse 10a. „Ich finde, dass die schnöde graue Wand unseres Sportplatzes jetzt Charakter hat“, sagt die 16-jährige Charlotte Brauckhoff. Ihre Freundinnen Hanne, Michelle und Lea stimmen ihr zu.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen