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Arosa auf Erfolgskurs : Mit der „Viva“ auch auf der Seine

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Arosa-Flusskreuzer sind bereits zu 75 Prozent ausgebucht. Neuer Tarif und verjüngter Gästekreis. Ausbau der Flotte rückt ins Blickfeld.

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erstellt am 25.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Die Arosa Flussschifffahrt GmbH steuert auf Erfolgskurs. 75 Prozent des Jahresziels sind schon erreicht. Insbesondere für Reisen auf dem Rhein gibt es nur noch wenige Buchungsmöglichkeiten. „Alternative Reisemöglichkeiten zu durch Krieg und Terror gefährlich gewordenen Urlaubszielen sind verstärkt gefragt, wovon auch wir profitieren. Und es sind natürlich unsere attraktiven Angebote, die unsere Gäste überzeugen“, erklärt Jörg Eichler (49), Geschäftsführer des Rostocker Unternehmens. 85 000 Reisende nutzten im vergangenen Jahr die hier angebotenen Flussreisen mit den elf Schiffen der Flotte auf Donau, Rhône und Rhein. Das war ein Umsatzplus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Kabinen waren zu 90 Prozent ausgelastet.

Moderate Wachstumsraten von drei bis fünf Prozent werden nun in diesem Jahr angesteuert. Wenn die erfreuliche Buchungslage so bleibt, rückt auch ein weiterer Ausbau der Flotte ins Blickfeld. Im Spätsommer, so Eichler, werden die Gesellschafter darüber befinden.

Der gebürtige Dresdner ist seit drei Jahren im Unternehmen als Manager tätig, wirkte als Marketing- und Vertriebsspezialist zuvor unter anderem bei TUI Deutschland und Aida Cruises

Gegenwärtig wirbt der Ende April herausgegebene neue Katalog bereits für das Urlaubsjahr 2017. Das Fahrtgebiet der Schiffe im Zeichen der Rose mit dem Heimathafen Rostock (alle wurden auf der heimischen Neptun-Werft gebaut) wird hier durch Reisen auf der Seine mit Start- und Zielhafen Paris erweitert. Angesteuert wird trotz französischer Reglementierungen ein Liegeplatz nur etwa acht Kilometer vom Zentrum entfernt.

Damit knüpft das Unternehmen an seine beliebten Städtereisen beispielsweise nach Amsterdam oder Wien an, wo den Gästen in den Metropolen auch eine längere Verweildauer möglich wird. Offeriert werden auf der Seine Sieben- und Fünftage-Reisen, die von Paris aus bis nach Vernon und zurück durch die Normandie führen. Als Schiff wird zunächst die „Arosa Viva“ eingesetzt, die im November in Amsterdam aus dem diesjährigen Rhein-Programm genommen wird und von hier bei günstigem Wetter die Seereise nach Le Havre antreten wird.

Eichler macht auf eine weitere Neuheit im Katalog aufmerksam. Danach wird neben dem Premium-Angebot auch mit limitiertem Kontingent ein Basic-Tarif angeboten, mit dem neben der Nutzung der Bordeinrichtungen lediglich das Frühstücksbüffett fest gebucht ist. Alles andere kann der Passagier nach Wunsch selbst flexibel gestalten – entweder an Land oder individuell an Bord.

Der Gästekreis hat sich verjüngt. Allein im März sei der Altersschnitt im Vergleich zu vor drei Jahren um über fünf Jahre gesunken, sagt Eichler, ohne den aber exakt zu beziffern. Allerdings macht er aufmerksam, dass im Vorjahr auch etwa 1000 Kinder mit ihren Eltern an Bord waren. In den Sommer- und Osterferien gab es dafür eigens Betreuungsangebote mit einem Kids-Klub. Für jene, die sich durch Kinder gestört fühlen, würden aber auch alternative Buchungsmöglichkeiten aufgezeigt, erklärt der Arosa-Manager.

84 Prozent der Gäste auf den Rostocker Flusskreuzern sind Deutsche. Es gebe einige Teil- und Vollcharterreisen für ausländische Gäste. Auf einigen Schiffen wie der „Stella“ auf der Rhône, der „Donna“ auf der Donau und „Brava“ und „Silva“ auf dem Rhein sei deutsch und englisch die Bordsprache.

Umweltschutz wird bei Arosa groß geschrieben. Neue Volvo-Motoren an Bord der „Aqua“ helfen nicht nur Treibstoff sparen, sondern auch CO2-Emissionen zu senken. Bis 2020 sollen alle fünf Rhein-Schiffe entsprechend umgerüstet werden.

Über 680 Mitarbeiter sind bei Arosa beschäftigt – rund 600 in der Flotte, 64 in der Rostocker Zentrale auf der Holzhalbinsel und 20 in der operativen Flottenbasis in Chur in der Schweiz.

Die Ausbildung gewinnt an Stellenwert. Zwei Auszubildende sollen in Rostock demnächst die Verwaltung verstärken. Zu den sechs Binnenschiffer-Azubis der Flotte kommen fünf weitere hinzu. Ihre Verbundenheit mit der Region hat die Arosa Flussschifffahrt GmbH durch die Verdoppelung ihres Sponsorings für das Musikfestival Mecklenburg-Vorpommern bekräftigt.

Hauptgesellschafter des Unternehmens ist die holländische Waterland Private Equite aus Düsseldorf. Anteile hält auch der zweite Geschäftsführer Markus Zoepke, der als Manager von Beginn an im Unternehmen dabei ist, das 2002 – damals noch unter der Ägide der DSR – seine ersten Schiffe in Dienst stellte.

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