Aktionstag : Mit Bart hätt’ste mehr

Sie fordern gleiches Gehalt für gleiche Arbeit: Steffi Deutrich vom Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit, Claudia Kajatin vom Landesfrauenrat, Helga Köppen von der Verdi-Frauengruppe und Dr. Cathlen Kiefert-Demuth aus dem Frauenbildungsnetz (v. l.)
Sie fordern gleiches Gehalt für gleiche Arbeit: Steffi Deutrich vom Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit, Claudia Kajatin vom Landesfrauenrat, Helga Köppen von der Verdi-Frauengruppe und Dr. Cathlen Kiefert-Demuth aus dem Frauenbildungsnetz (v. l.)

Frauen fordern am 7. „Equal Pay Day“ gleichen Lohn für gleiche Arbeit

svz.de von
22. März 2014, 14:00 Uhr

Unter dem Motto „Entgeltgleichheit schaffen“ hat gestern der Aktionstag „Equal Pay Day“ stattgefunden. Gerade im Osten würden Frauen mit Kindern oft halbtags oder nur stundenweise arbeiten, erklärt Helga Köppen von der Verdi-Frauengruppe. Dies bringe einige Nachteile mit sich. „Wenn die Mütter einmal ihre Rente bekommen, wird deutlich, wie stark der Unterschied zu den Männern ist. Aber nicht nur das ist ein Problem, sondern auch, dass es noch immer diese Ungleichbehandlung gibt.“ Ein Zahntechniker verdiene beispielsweise 30,6 Prozent mehr als eine Zahntechnikerin.

Doch die Aussichten auf eine baldige Änderung seien gering. „Wir bewegen uns im Schneckentempo. Wir wollen aber die Politik darauf stoßen, dass es hier ein Problem gibt“, macht Köppen deutlich. Auch der Weg in eine höhere Führungsposition bleibe Frauen oft versperrt, erklärt Claudia Kajatin, Geschäftsführerin vom Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern. Das liege daran, dass sie in Teilzeit meist gar keine Chance hätten, in ein gehobeneres Amt zu kommen. Sie macht den Unterschied noch mal deutlich: „Nur in zwei EU-Ländern ist die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern noch größer als hierzulande.“

Seit sechs Jahren tragen Frauen rote Taschen, als Zeichen für das Entgelt-Ungleichgewicht. Sie stehen für die roten Zahlen der Betroffenen und dafür, dass sie weniger in der Tasche haben als Männer.

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