Rostock : Mit 18 Toilettenwagen zur Sail

Mit Freundlichkeit und guter Laune sind Katharina und Monika Meyer (v. l.) bei der Arbeit. Sie sind bereits das fünfte Mal auf der Hanse Sail und sorgen dafür, dass die Besucher jederzeit eine einwandfreie Toilette erwarten können.
Mit Freundlichkeit und guter Laune sind Katharina und Monika Meyer (v. l.) bei der Arbeit. Sie sind bereits das fünfte Mal auf der Hanse Sail und sorgen dafür, dass die Besucher jederzeit eine einwandfreie Toilette erwarten können.

Mit 18 Toilettenwagen und 20 Mitarbeitern sorgt die Firma PiPi-Meyer auf dem maritimen Volksfest für Hilfe, wenn es mal dringend wird.

svz.de von
12. August 2018, 09:00 Uhr

Bereits zum fünften Mal ist die Firma PiPi-Meyer auf der Hanse Sail mit dabei. Mit insgesamt 18 Toilettenwagen ist das Familienunternehmen am Stadthafen und in Warnemünde vertreten. Und ganz besonders Katharina und Mutter Monika Meyer haben bei ihrem PiPi-Wagen direkt neben der NDR-Bühne mehr als ausreichend Arbeit zu erledigen.

„Gerade wenn Musik gespielt wird oder das Programm auf der Bühne stattfindet, ist der Andrang immer sehr groß“, weiß Katharina Meyer aus Erfahrung. „Besonders am Freitag und Sonnabend, wenn die meisten frei haben, haben wir das meiste zu tun“, fügt Monika hinzu. Und zwar so viel, dass besonders im Vorfeld genau geplant und kalkuliert werden muss. „Etwa 10 000 Rollen Toilettenpapier und ungefähr 50 bis 60 Liter Desinfektionsmittel zur Reinigung der Toiletten werden an den vier Sail-Tagen verbraucht“, weiß Katharina.

Aber nicht nur das verwendete Material ist von besonderer Wichtigkeit, auch mit der Reinigung nehmen es Katharina und Monika sowie ihre 18 Kollegen sehr genau. „Gereinigt wird eigentlich immer und ständig“, erzählt Katharina. Einen festen Zeitpunkt gibt es dafür nicht. „In der Regel wird nach jedem Besucher die Toilette gereinigt“, erzählt Mutter Monika. Und die Säuberung nehmen sie sehr genau. „Wir haben meist einen Arbeitstag von 10 bis 2 Uhr morgens. Wenn die Hanse Sail ihre Pforten für die Besucher schließt, machen wir noch eine Grunddesinfektion“, so Monika weiter. Das sei ihrer Meinung aber nur das Notwendigste. Die intensive Grundreinigung erfolgt morgens vor der Eröffnung.

Aber nicht nur sie kümmern sich um das Putzen der Sanitäranlagen, ab und zu werde auch mal ein Gast hinzugezogen. „Wenn jemand etwas betrunkener ist und mal ein Bier auf der Männertoilette verschüttet wird, ist das nicht weiter schlimm“, erzählt Katharina. Dieser bekommt dann prompt einen Wischer in die Hand gedrückt und macht es selbst sauber. „Die Gäste sehen das eher als Spaß und machen es ohne Beanstandung sauber.“ Und gute Laune ist für die PiPi-Mitarbeiter das Wichtigste. „Wenn wir gut drauf sind und freundlich, dann sind es die Besucher auch.“ Und auch zu beanstanden gäbe es kaum etwas. „Natürlich gibt es immer jemanden, der mal meckert, aber da findet sich immer eine Lösung“, sagt Monika.

Aber nicht nur um die Notdurft zu verrichten, werden die Toilettenwagen angesteuert. Mittlerweile sind die mobilen WCs schon fast so etwas wie Sammelpunkte der Feierwütigen. „Viele wollen einfach nur aufs Klo gehen, treffen jemanden, den sie kennen und kommen ins Gespräch“, weiß Katharina. Oder es werde sich gleich dort verabredet. Der Toilettenwagen direkt neben der NDR-Bühne ist nun mal eine wesentlich genauere Angabe, als sich an einem der unzähligen Fahrgeschäfte zu verabreden und sich erst finden zu müssen. Ein Großteil der Besucher vollziehe aber auch einen regelrechten fliegenden Wechsel. „Jemand kommt gerade von der Toilette und holt sich ein neues Bier. Dann trifft er in der Toiletten-Schlange jemanden, den er kennt, kommt ins Gespräch und geht dann erneut“, fügt Katharina schmunzelnd hinzu.

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