Vollmann: „Wenn sich Marek wohl fühlt, kommt er in den Kader“ : Mintál für das 1860-Spiel skeptisch

Seit gestern wieder im Mannschaftstraining: Marek Mintál. Georg Scharnweber
Seit gestern wieder im Mannschaftstraining: Marek Mintál. Georg Scharnweber

Marek Mintál, sehnsüchtig vermisster Offensiv-Routinier von FC Hansa, ist nach elf Wochen mit jeweils sechs Tagen Schufterei im Reha-Zentrum endlich zurück im Training.

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10. Oktober 2011, 07:32 Uhr

Ros- tock | Marek Mintál, sehnsüchtig vermisster Offensiv-Routinier von Fußball-Zweitligist FC Hansa, ist nach elf Wochen mit jeweils sechs Tagen Schufterei im Reha-Zentrum endlich zurück in Rostock, stieg gestern wieder ins Training ein. Wie geht es dem 34-Jährigen? "Gut, wenn ich auch nach wie vor nicht 100-prozentig fit bin. Konditionell fehlen noch ein paar Prozente." Mintál musste beim DFB-Pokal-Aus nach Elfmeterschießen gegen den VfL Bochum am 30. Juli schon in der Anfangsphase raus, hatte seitdem mit einer hartnäckigen Adduktoren-/Bauch-muskelzerrung zu kämpfen.

Durch ihn kommt sofort positive Stimmung rein

"Ich denke, nein, noch nicht. In vier Tagen ist das Spiel, das kommt ein bisschen früh", schätzt er die Chancen, dass er am Freitag gegen 1860 München (18 Uhr DKB-Arena) wenigstens auf der Bank sitzt, als eher gering ein. Mannschaftstraining sei etwas ganz anderes als elf Wochen individuell, er wolle nach und nach wieder reinkommen: "Wir schauen von Tag zu Tag. Es kann auch ganz schnell gehen."

Am Fernseher bzw. auf der Tribüne hat Mintál in der Zwischenzeit die unglücklichen Auftritte der Kollegen verfolgt und stellt fest: "Wenn man die Spiele sieht, ist es immer bitter. Die Mannschaft war sechs-, siebenmal deutlich besser als der Gegner, und am Ende gab es trotzdem wieder eine Niederlage oder nur ein Unentschieden. Ich hoffe, die Punkte kommen."

Dazu will der Slowake gern seinen Teil beitragen - am liebsten mit Treffern, zumal er "leider auch schon lange Zeit ohne Tor" sei. Bisher letztmals traf Mintál für den 1. FC Nürnberg am 8. August 2009 in der 1. Bundesliga beim 1:2 gegen Schalke 04 zum Endstand (88.).

Hansa-Coach Peter Vollmann ist im Gegensatz zu seinem Schützling zuversichtlich, was den Freitag betrifft. "Er ist natürlich sehr vorsichtig bei dem, was er sagt. Aber man hat im Training seine alte Beweglichkeit gesehen, dass er da 100 Prozent einbringt. Er machte ganz normal mit. Über die Woche steigern wir das immer mehr. Wenn sich Marek wohl fühlt und sagt, er kann eine Halbzeit spielen, kommt er in den Kader. Wir werden abwarten. Wenn er uns irgendwie helfen kann, dann, bin ich überzeugt, wird er das auch machen", so der Fußball-Lehrer, der ohnehin allein schon die Anwesenheit von Mintál für wertvoll hält: "Er ist ein sehr positiver Typ, der das auch auf die Mannschaft überträgt, ist gut gelaunt und nach der ganzen Zeit, die er nicht da war, gewissermaßen auch ein Stückweit neu. Durch ihn kommt sofort eine positive Stimmung rein."

Pavel Koštál befindet sich nach überwundener Entzündung im Fuß auch wieder im regulären Training. "Er verspürt", so Vollmann, "noch ein leichtes Zwicken, ernsthafte Probleme hat er nicht, aber ich denke, mit ihm ist eher noch nicht zu rechnen."

Kevin Müller regenerierte gestern. Der U20-Nationaltorwart kam Sonntag beim 4:1 gegen die Schweiz im Rahmen der internationalen Spielrunde über die volle Zeit zum Einsatz.

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