Minischiffe begeistern Hobbybastler

<strong>Michael Hagen</strong> ist stolz auf sein Modell der 'Willi Schröder'.
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Michael Hagen ist stolz auf sein Modell der "Willi Schröder".

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17. März 2013, 06:00 Uhr

Reutershagen | Eisenbahnen in allen bekannten Spurweiten, Autos, Flugzeuge, Hubschrauber und Schiffe so weit das Auge reicht - doch alles im Miniaturformat. Am Sonnabend und Sonntag konnten rund 10 000 Besucher die kleinen, aber feinen Meisterwerke auf der 15. Modellbauausstellung in der Ospa-Arena bestaunen und sich in die faszinierende Welt der kleinen Fahrzeuge entführen lassen.

Gute zwei Jahre hat Modellbauer Michael Hagen aus Wittenförden bei Schwerin gebraucht, um die alte Fähre, die zu DDR-Zeiten zwischen Gehlsdorf und dem Kabutzenhof fuhr, nachzubauen. "Ein Jahr habe ich allein für die Vorbereitungen gebraucht und dann noch ein weiteres, um das Schiff im Miniformat zu bauen", so Hagen. Besonders schön sei, wenn viele Besucher an seinem Stand vorbeikämen und sich noch an die "Willi Schröder" erinnerten. So hieß die Fähre damals. Heute liegt sie in Oberndorf an der Oste fest und dient nur noch als Restaurantschiff. Das Modell, das Hagen auf der Messe ausstellt, ist schon sein zweiter Nachbau. "Der erste ist etwas kleiner und im Schifffahrtsmuseum zu finden", sagt Hagen stolz.

Nachbauten leben länger als die Originale

Dicht gedrängt schlängeln sich die vielen Besucher an den Ständen vorbei. Unübersehbar ist auch die "Nürnberg" - ein Schiff, das von Modellbauer Klaus Kunath aus Tessin ausgestellt wird. Schon 1974 hat er es mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Die kleinen Schiffe brauchen viel Pflege, vor allem, wenn sie auch ausgestellt werden. Deshalb weiß Kunath: "Jetzt müssen einige Teile ausgetauscht und erneuert werden." Hauptsächlich besteht das Modell aus PVC, Polystyrol, Holz und Metall. Wie lange er für den Bau eines solchen Schiffes braucht, kann er nicht genau sagen: "Man sitzt mal länger dran, dann wieder gar nicht. Ein paar Jahre vergehen aber schon." Das Originalschiff wurde schon in den 60er-Jahren verschrottet. Sein Nachbau im Kleinformat hält da schon etwas länger.

Neben den privaten Modellbauern stellten zudem viele Vereine ihre Prachtstücke und Anlagen aus - darunter auch die Bahnanlage "Jahnbahn" des Rostocker Modelleisenbahnclubs. Des Weiteren zeigten auch Vereine aus der gesamten Bundesrepublik, etwa aus Bad Doberan, Schwerin, Stralsund, Hamburg, Celle, Samtens, Dessau, Berlin und Köln, ihre schönsten und spektakulärsten Exponate. Herstellerfirmen aus den verschiedenen Bereichen präsentierten Hobbybastlern und professionellen Modellbauern darüber hinaus die Neuheiten der Branche.

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