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Rostock : Millionärs-Yacht sorgt für Glanz im Stadthafen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sie ist 55 Meter lang und 55 Millionen US-Dollar teuer: Die „Sovereign“ eines unbekannten Eigners besucht die Hansestadt.

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Solche Schiffe sorgen sonst in Nizza, Cannes oder Monte-Carlo für Glanz: Seit gestern bekommt auch Rostock ein bisschen davon ab – denn im Stadthafen hat die „Sovereign“ festgemacht, eine geheimnisvolle Millionärs-Yacht von 55 Metern Länge.

Wer an Bord ist: streng geheim. Wem sie gehört: ebenfalls top-secret. Klar ist nur: Die „Sovereign“ ist ein wahres Luxus-Schiff, 2011 in Florida gebaut, rund 55 Millionen US-Dollar (42 Millionen Euro) teuer. Der Rostocker Hafenkapitän Gisbert Ruhnke hat den Anlauf der Yacht koordiniert. Details darf auch er nicht verraten. Aber er sagt: „Ein solches Schiff im Stadthafen – das ist schon etwas Besonderes.“

Um kurz nach 11 Uhr gestern Morgen passierte das grau-weiß lackierte Schiff die Warnemünder Molen. Über dem Deck flatterten die Farben der Cayman Islands, wo die „Sovereign“ registriert ist. Daneben hatte die Crew auch Schwarz-Rot-Gold gehisst, einen Gruß an den deutschen Gasthafen. Gut eine Stunde brauchte die Luxus-Yacht mit gedrosselten Maschinen bis hinunter in den Stadthafen, wo sich schon Schaulustige versammelt hatten. Das Anlegemanöver in der Nähe des Portalkrans verlief problemlos. Mitarbeiter des Hafenamts nahmen die Yacht in Empfang. Bis Freitag soll sie nun in der Hansestadt bleiben.

Rostock hofft indessen auf künftig noch mehr Schiffsanläufe dieser Super-Luxusklasse. Hafenkapitän Ruhnke sagt: „Wir arbeiten daran, mehr solche Schiffe nach Rostock zu holen.“ Für Mai kommenden Jahres liegt ihm schon eine Anmeldung vor. Dass Rostock ein lohnenswerter Hafen sei, spreche sich nach und nach auch bei der Millionärs-Klientel herum. Im Sommer 2012 etwa hatte der kuwaitische Geschäftsmann Scheich Kutayba Youssef Ahmad Alghanim Rostock mit seiner 77-MeterYacht „Samar“ besucht. Der Eigner nutzte die Nähe der Hansestadt zu Berlin für einen Ausflug mit dem bordeigenen Helikopter.

Die „Sovereign“ lief 2011 auf der Newcastle-Werft im US-Bundesstaat Florida vom Stapel, hieß damals aber noch „Harbour Island“. 2012 dann stand sie laut dem Fachmagazin „Superyachttimes“ für einen Listenpreis von 54,9 Millionen US-Dollar zum Verkauf. Auf die Liste der so genannten Mega-Yachten schafft die „Sovereign“ es trotz ihrer imposanten Abmessungen nicht. Denn dieser Status beginnt erst ab 60 Metern Länge. Die größte private Motoryacht der Welt befindet sich im Besitz des saudischen Prinzen al-Walid ibn Talal Al Saud: die vergangenes Jahr in Bremen gebaute, 180 Meter lange „Azzam“.

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