Weihnachtsgeschichte : Mika ist das schönste Geschenk

geos_familiezech_2316
Foto:

Familie Zech feiert ihr erstes Weihnachten zu viert und freut sich auf besinnliche Stunden daheim.

svz.de von
24. Dezember 2013, 10:00 Uhr

„Das ist unser größtes, unser schönstes Weihnachtsgeschenk!“ Mareike und Andreas Zech halten voller Stolz ihren Mika im Arm, der am 11. 12. 2013 das Licht der Welt erblickte. Luca, mit sechs Jahren nun der Große, streichelt seinen kleinen Bruder ganz zart und liebevoll. Er kann noch gar nicht fassen, was da geschehen ist.

Aufgeregt waren die beiden, als sie ganz allein im neuen Zuhause im Lichtenhäger Wohngebiet Auf dem Kalverradd auf die Mama warteten. Die große Wand im Wohnzimmer ist auch heute noch geschmückt mit bunten Bildern, Fotos auf der Leine und einem „Herzlich Willkommen kleiner Mika“. Noch kann Luca nicht schreiben, aber ausgemalt hat er alle Buchstaben in leuchtenden Farben. Mareike strahlte und Freudentränen liefen übers ganze Gesicht, als sie aus dem Auto stieg mit ihrem Sohn, denn auch schon an der Tür war ein Schild, das darum bat, zu klopfen, nicht zu klingeln, weil nun ein Baby im Körbchen schlafe. Wie fürsorglich war doch ihr Andreas. Welch’ schönes Weihnachten wird bei der jungen Familie, der Bürokauffrau und dem Lager- und Logistikleiter in diesem Jahr gefeiert!

Um den passenden Weihnachtsbaum dafür zu finden, fährt die Familie in den Bargeshäger Forst. Luca macht es seinem Vati nach, bläst in die hohlen Hände und zieht sich schnell wieder die Fäustlinge über. Es ist doch ganz empfindlich kalt im Wald. Davon lassen sich Groß und Klein nicht schrecken. Sie stapfen drauf los, um den schönsten Tannenbaum schlagen zu können. Natürlich auch mit selbst gebackenen Keksen und heißem Tee zur Stärkung. Sechs Bäumchen haben die beiden schon in die engere Wahl gezogen. Das siebente ist es. Luca trägt die Spitze, Papa Andreas den schweren Stamm.

Mareikes Augen leuchten: „Ja, so muss der Tannenbaum aussehen. Die Tanne muss einfach perfekt sein. Nur echter Glasschmuck kommt an die Zweige. Für heute Nachmittag um 17 Uhr hat Luca den Weihnachtsmann bei seinem Treffen im Hotel Neptun bestellt, als alle Kindergartenkinder ihre Wunschzettel direkt beim Bärtigen abgeben durften.“ Luca ging allerdings lieber auf Nummer sicher und schickte auch nach Himmelpfort noch mal seine Wünsche. „Der Weihnachtsmann ist ja schon alt. Wer weiß, ob er sich alles merken kann“, gibt der sechsjährige Knirps zu bedenken.

Was mag heute im großen Sack des Weihnachtsmannes sein? Das Abschleppauto, das er sich selbst zusammenbauen will? Oder der Kran? Vielleicht aber auch die Murmelbahn. Hoffentlich die Spieluhr, die er sich für seinen kleinen Bruder so sehr wünschte. „Dann kann alles andere fehlen“, beschwört Luca so ganz im Stillen noch einmal den Weihnachtsmann, während Mika unterm Tannenbaum in seiner Wiege schläft, in der Generationen vor ihm schon die ersten Stunden auf Erden erlebten.

Eines ist sicher, jeder wird heute auf seine ganz eigene Art den Heiligabend begehen und das Weihnachtsfest feiern. In dieser jungen Familie, die zum zweiten Mal die Kerzen am Weihnachtsbaum im neuen, schwer erarbeiteten Haus unweit von Lichtenhagen entzündet, wird Luca mit seiner hohen Stimme laut und deutlich singen: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum…“. Dies Lied, das tausendfach in heutiger Nacht erklingt.






zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen