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21. Oktober 2017 | 05:18 Uhr

Mieten in Rostock steigen

vom

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2012 | 09:10 Uhr

Rostock | Die Mieten in der Hansestadt Rostock haben sich in den vergangenen zwei Jahren in allen Vierteln erhöht. Das zeigt nun auch der aktuelle Mietspiegel, der gestern veröffentlicht wurde. Pro Quadratmeter ist die Nettokaltmiete im Durchschnitt um 15 Cent - auf 5,52 Euro - gestiegen, so Ines Gründel, Leiterin des Bauamtes. Am meisten haben sich die Mieten im Innenstadtbereich verteuert.

Zentrum wird immer beliebter

Zum achten Mal hat die Hansestadt einen Mietspiegel präsentiert. Erstellt wird er von einem Arbeitskreis, bestehend aus dem Mietverein, dem Haus- und Grundeigentümerverein, der Wohnungsgesellschaft Wiro, dem Immobilienverband sowie den sieben Rostocker Wohnungsgenossenschaften und der Stadtverwaltung. Der Mietspiegel dient als Orientierungshilfe für Neuverträge und kann als Rechtsgrundlage vor Gericht verwendet werden. So sollen ortsübliche Mieten für vergleichbare Wohnungen in Rostock transparent dargestellt werden. Grundlage für die Ermittlung bilden die tatsächlich gezahlten Nettokaltmieten. Nach dem so genannten Ausreißerprinzip werden jeweils ein Sechstel der niedrigsten und ein Sechstel der höchsten Mieten herausgenommen. Hinzu kommen Merkmale wie Art, Ausstattung, Größe, Beschaffenheit und die Lage der Wohnung. Aktuell seien mehr als 49 000 Daten für die Erhebung berücksichtigt worden, so Gründel. Der neue Mietspiegel gilt ab dem 1. Januar 2013.

Am höchsten sind die Mieten für Wohnungen in der Innenstadt, die nach 1991 erbaut wurden und eine Größe von 60 bis 75 Quadratmetern haben. Im Durchschnitt kostet hier der Quadratmeter 8,5 Euro. "Zur Innenstadt zählt neben der Stadtmitte auch die Kröpeliner-Tor-Vorstadt", sagt Gründel. Nach wie vor gilt das Zentrum als attraktivster Standort der Hansestadt, mit nahezu keinem Leerstand. "Sicherlich bestimmt auch die enorme Nachfrage die hohen Preise", sagt Karola Strandfuß, die ebenfalls im Arbeitskreis involviert war. Am wenigsten zahlen Mieter in normaler Lage für Wohnungen, die zwischen 1977 und 1990 errichtet worden sind - im Durchschnitt 4,60 Euro. Gemeint sind vor allem Viertel wie Schmarl und Teile Groß Kleins.

Insgesamt liegt der Leerstand in Rostock bei zirka drei Prozent und entspricht damit der notwendigen Mobilitätsrate. Der Arbeitskreis Mietspiegel schätzt den Durchschnittspreis von 5,52 Euro pro Quadratmeter als durchaus moderat ein - trotz der Steigerung im Vergleich zu 2011. Der Sanierungsstand in der Hansestadt beläuft sich derzeit auf 95 Prozent.

In der Vergangenheit seien vor allem die Anzahl der Ein- bis Zweipersonenhaushalte in Rostock gestiegen. Auch die Einwohner, die älter als 60 Jahre sind, nehmen zu. Die soziale Vermischung funktioniere hingegen seit Jahren gut in Rostock. "Ziel sei es weiterhin, hier Lösungen zu finden. In allen Teilen der Stadt muss eine Vermischung der Schichten stattfinden. Was wir nicht wollen, ist eine Ghettoisierung in einigen Randvierteln", so Bauamtsleiterin Gründel.

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