zur Navigation springen

Ironman - EM in Frankfurt/Main : Michael Raelert völlig entkräftet auf Platz sieben

vom

Der Rostocker Michael Raelert belegte bei seinem dritten Wettkampf gestern in Frankfurt am Main über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen in 8:16:58 h Position sieben. Eneko Llanos ist Ironman-Europameister.

svz.de von
erstellt am 07.Jul.2013 | 10:00 Uhr

Frankfurt/Main | Eneko Llanos ist Ironman-Europameister. Nach 7:59:59 Stunden überquerte der 37-jährige Baske gestern die Ziellinie am Frankfurter Römer mit einem Vorsprung von 7:21 Minuten auf den Hannoveraner Jan Raphael. Dritter wurde überraschend der Niederländer Bas Diederen (+12:09). Der Rostocker Triathlet Michael Raelert belegte bei seinem dritten Wettkampf über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen in 8:16:58 h Position sieben.

"Michis" Energieleistung kann die WM auf Hawaii wert sein

"Michi" Raelert absolvierte die letzten 150 Meter des Marathonlaufes wie in Trance. Das Ziel vor den Augen, taumelte der Hansestädter völlig geschafft von links nach rechts. Fast hatte es den Anschein, als ob der Jüngere der Raelert Brothers bei über 30 Grad Celsius jeden Moment kollabieren würde. Mit letzter Kraft kam der 32-Jährige noch durch, brach dann zusammen und musste behandelt werden.

Seine Energieleistung lässt den Mann vom TC FIKO weiter von einem Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii träumen. Mit 2080 Ranking-Punkten und damit insgesamt nun 3630 gelang ihm der Sprung unter die Top 40, die am 28. Juli von der World Triathlon Corporation für einen Start bei der WM zugelassen werden.

Dabei hatte das Rennen am gestrigen frühen Morgen im Langener Waldsee gut begonnen. 23 Schwimmer kamen nach knapp über 46 Minuten fast zeitgleich aus dem Wasser. Mit einem schnellen Wechsel ging Michael Raelert nach 48:49 Minuten nur vier Sekunden hinter dem Briten Harry Wiltshire auf die zweimal zu fahrende Rad-Schleife mit ihren 1000 Höhenmetern. Der Titelverteidiger Marino Vanhoenacker (Belgien) setzte sich vom Feld ab. Der Rostocker musste abreißen lassen, dem hohen Tempo Tribut zollen. Speziell auf den letzten 35 Kilometern. Bereits hier wurde der Tritt in die Pedalen schwerer. Minute um Minute kam an Rückstand auf die Spitze hinzu. Auf Vanhoenacker waren es beim Wechsel in die Lauf schuhe zehn, auf den an zweiter Stelle liegenden Andreas Böcherer aus Freiburg - letztlich Fünfter - fünf Minuten.

Bei Verfolgungsjagd gemeinsam mit Kienle übernommen

Gemeinsam mit dem 70.3-Weltmeister und Hawaii-Vierten 2012 Sebastian Kienle (Karlsruhe/am Ende Neunter) machte sich der Rostocker auf die Verfolgung. Die schnellen ersten 5000 Meter machten Hoffnungen auf einen Podiumsplatz. Das Duo hatte sich aber übernommen. Wieder einmal bestätigte sich, dass sich Sieg und Platzierungen bei einem Ironman erst auf den letzten Kilometern entscheiden. Bas Diederen stürmte nach vorn, Andreas Böcherer mit kluger Renneinteilung in seinem Schlepptau. Selbst der Leipziger Christian Ritter (6.) düpierte das 70.3-Weltmeister-Duo Kienle/Raelert. Für "Michi" wurde es zum Glück wenigstens noch Rang sieben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen