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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 06:31 Uhr

Methling liegt bei Umfrage vorn

vom

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2012 | 07:24 Uhr

Rostock | Wenn es nach den NNN-Lesern geht, werden die Rostocker am 19. Februar noch einmal wählen gehen müssen. Mehr als 1300 stimmten ab: Amtsinhaber Roland Methling (parteilos) und die Herausforderin aus dem Lager der Linken, Kerstin Liebich, müssen in die Stichwahl. Zwar schnitt Methling bei der NNN-TED-Abstimmung per Telefon und im Internet mit einem deutlichen Vorsprung ab. Für die erforderliche absolute Mehrheit, um im ersten Wahlgang zu gewinnen, würde es laut diesem Test jedoch nicht reichen.

Eine Woche vor der Wahl des Oberbürgermeisters haben die NNN ihre Leserinnen und Leser aufgefordert, schon einmal vorab für ihren Kandidaten abzustimmen. Das ganze Wochenende hatten die Leser Zeit, auf der Homepage oder im TED ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis ist zwar nicht repräsentativ, aber es zeigt einen Trend. Und der besagt: Roland Methling hat viele Anhänger. Aber die Mehrheit der Rostocker wünscht sich einen Wechsel an der Rathausspitze. Und diesen erhoffen sich viele NNN-Leser laut Umfrage von Seiten der Linken. Deren Kandidatin Kerstin Liebich folgt mit 19,8 Prozent der Stimmen an zweiter Stelle hinter Methling, der 33,7 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Das ergäbe eine Stichwahl, wenn am Sonntag an den Wahlurnen das Ergebnis ähnlich ausfällt.

Ebenfalls noch Chancen auf den Einzug in die Stichwahl hätten SPD-Kandidat Dr. Ait Stapelfeld mit 14,8 Prozent und Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens, die für die CDU antritt, mit 14,4 Prozent. Mit leichtem Abstand zum Mittelfeld gewinnt Christian Blauel, OB-Kandidat der Grünen, 8,5 Prozent der NNN-Leser für sich. Die parteilose Kandidatin Dr. Sybille Bachmann landet mit 7,8 Prozent auf dem vorletzten Platz. Das Schlusslicht bildet Toralf Vetter, der gerade einmal 1,2 Prozent für sich einnehmen kann.

Von einem Kopf-an-Kopf-Rennen bei der NNN-Umfrage kann zwar nicht die Rede sein. Aber sollte es zur Stichwahl kommen, könnte aus dem jetzt noch deutlichen Vorsprung Methlings schnell ein wahrer Kampf um die Wählergunst entstehen. Denn sollte das Bewerberfeld durch ein nicht eindeutiges Ergebnis beim ersten Wahlgang auf zwei eingegrenzt werden, kommt es darauf an, wer die Stimmen seiner Mitbewerber für sich gewinnen kann.

Entsprechend dem NNN-Umfrage-Szenario sind also die entscheidenden Fragen: Wohin tendieren die SPD-Wähler? Sind sich die Grünen-Sympathisanten genauso einig mit Kerstin Liebich wie es ihr Kandidat auf vielen Wahl-Foren war? Und was machen die Christdemokraten? Sollte es zu einer Stichwahl kommen, geht der Wahlkampf in die Verlängerung. Dann sind noch einmal zwei Wochen Bürgergespräche, Plakate hängen und Hände schütteln gefragt. Am Ende ist dann die entscheidende Frage: Sind die Rostocker zufrieden mit dem politischen Kurs von Oberbürgermeister Roland Methling oder wollen sie eine Veränderung?

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