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22. November 2017 | 04:54 Uhr

Meret flötet meisterlich

vom

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2012 | 02:25 Uhr

Rostock | Ursprünglich hat Meret Louisa Vogel eigentlich mit der Geige geliebäugelt. Doch dann hat sie die Querflöte für sich entdeckt - und das ist auch gut so. Denn die Siebenjährige, das sagt ihre Lehrerin Sabine Franz vom Konservatorium ohne Umschweife, ist ein Ausnahmetalent. Seit anderthalb Jahren nimmt Meret Unterricht an der städtischen Musikschule. Gerade hat sie am Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" teilgenommen. Sie war die Jüngste - und hat die Jury begeistert. Die optimale Punktzahl, einen ersten Preis und einen Sonderpreis konnte die Grundschülerin mit ihrem Spiel für sich gewinnen.

Die älteren Geschwister spielen Geige und Klavier

"Es lief wie am Schnürchen", sagt Franz. "Das war für mich als Lehrerin sehr beglückend." Zumal der Wettbewerb für Meret eine große Herausforderung war. "Ich habe noch nie einen Querflöten-Schüler in der Altersgruppe 1A zum Wettbewerb geschickt", so Franz. Denn die Anforderungen sind hoch. Mindestens sechs Minuten am Stück müssen die Kinder Werke aus zwei Stilepochen spielen. Meret hat einen "Samtpfoten-Swing" vorbereitet und ein barockes Menuett von Telemann.

Damit die Nervosität beim Wettbewerb nicht zu groß wird, hat sich Meret Unterstützung mitgenommen. Die Eltern und Großeltern waren dabei. Merets Familie fördert ihr musikalisches Hobby. Auch ihre älteren Geschwister spielen Instrumente. Die elfjährige Johanna lernt Violine, der 13-jährige Valentin Klavier. Und bis der jüngste Spross der Familie, Merets kleiner Bruder, seine Liebe zur Musik entdeckt, ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.

Meret macht das Flötespielen Spaß. Jeden Tag, gleich nach dem Mittagessen, übt sie auf ihrer Kinder-Flöte. Die weist eine Besonderheit auf. Ihr Kopf ist zum U gebogen, sodass Meret mit ihren kurzen Armen auch an die hintersten Klappen noch herankommt. Dann ist sie ganz vertieft in ihre Noten. Einmal pro Woche kommt Meret zum Unterricht ins Konservatorium, das seit Beginn dieses Jahres seine Schüler am Rosengarten empfängt. Eine halbe Stunde geht sie gemeinsam mit Sabine Franz die zu erarbeitenden Stücke durch. Meret ist immer gut vorbereitet.

"Sie hat ein sehr gutes musikalisches Gehör", schwärmt Franz. Meret setzt die Tonhöhen korrekt, verwendet Tonstärken und Tempi gekonnt und begreift auch schwierige Rhythmen. "Wenn sie einmal etwas begriffen hat, kann sie es immer wieder abrufen", lobt die Lehrerin. Der Wettbewerb "Jugend musiziert" war für Meret eine Motivation zu fleißigem Üben und half ihr, ihr Spiel weiterzuentwickeln. "Das ist meine Philosophie", erklärt Franz. "Ich führe meine Schüler an ihre Leistungsgrenzen heran." Die Kinder dürften dabei nicht über-, aber auch niemals unterfordert werden, sagt die Instrumentalpädagogin. Die kleine Meret übt mittlerweile schon wieder an neuen Stücken - mit viel Freude am Flötenspiel und großem Talent.

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