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Video: Unfall B 103 bei Dummerstorf : Mercedes fliegt nach Kollision durch die Luft

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Auto fliegt nach Kollision bei Dummerstorf durch die Luft, drei Verletzte. Augenzeugen sprechen von Mercedes-Rennen

Auf der Bundesstraße 103 bei Dummerstorf hat sich am Mittag des Pfingstmontag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem eine dreiköpfige Familie verletzt wurde. Drei Autos waren nach einem missglückten Überholvorgang zusammengestoßen, der Wagen der Familie überschlug sich mehrmals, es kam zu stundenlangen Behinderungen.

Laut Polizei ereignete sich das Unglück kurz nach 11 Uhr auf der B 103 von Dummerstorf in Richtung Laage, am Abzweig Schlage. Nach bisherigen Erkenntnissen stellt sich der Hergang wie folgt dar: Der Fahrer eines Opel Corsa aus Wattenscheid (NRW) verlangsamte seine Fahrt, um nach links auf ein Gehöft einzubiegen. Im selben Moment, so schilderten Augenzeugen übereinstimmend, überholten zwei Mercedes mit deutlich erhöhtem Tempo. Einer von ihnen touchierte den Opel dabei seitlich, verlor die Kontrolle und überschlug sich mehrfach.

In einem Graben rund 100 Meter weiter kam das Fahrzeug, in dem sich eine dreiköpfige Familie (inklusive Kind) befand, vollkommen demoliert zum Liegen. Der zweite Mercedes fuhr noch in den sich überschlagenden Mercedes hinein. Ersthelfer alarmierten sofort Rettungskräfte und holten Fahrer, Beifahrerin und Kind aus dem Mercedes.

Die B 103 wurde kurz nach dem Unfall voll gesperrt. Mehrere Rettungswagen, zwei Notärzte und zwei Hubschrauber kamen an der Unglücksstelle zum Einsatz. Augenzeugen des Unfalls und Anwohner sprachen von einem Rennen, das sich die beiden Mercedes offenbar kurz vor dem Unfall geliefert haben sollen. Durch den lauten Knall des Unfalls wurden zudem Anwohner aufgeschreckt.

"Wir fordern seit Jahren eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 70 an dieser Stelle, nie hat jemand etwas unternommen", sagte einer der Anwohner erzürnt. Er verwies darauf, dass sich nicht nur zwei Bushaltestellen in diesem Bereich sondern auch zwei Grundstückseinfahrten befinden. "Hoffentlich ist man jetzt wach geworden und reagiert", fordert ein zweiter Bewohner und ergänzt: "Hier hält sich kaum jemand an die 100 Stundenkilometer, das ist eine reine Raserstrecke."

Aufgrund der Bergungs- und Aufräumarbeiten kam es mehrere Stunden zu Behinderungen auf der B 103. Ein Sachverständiger der Dekra wurde zur Ermittlung der Unfallursache zu Rate gezogen. Der Sachschaden wurde auf 50.000 Euro beziffert, alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

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erstellt am 16.Mai.2016 | 14:46 Uhr

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