Rostock : Mensa setzt auf Regionales

„Wir wollen vor allem Gerichte auf den Tisch bringen, die es zu Hause nicht unbedingt gibt“, sagt Küchenchefin Petra Martini
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„Wir wollen vor allem Gerichte auf den Tisch bringen, die es zu Hause nicht unbedingt gibt“, sagt Küchenchefin Petra Martini

Aktion: Studentenwerk und AMV bieten Spargelgerichte mit Produkten aus MV an und die Nachfrage wächst stetig

svz.de von
07. Juni 2016, 08:00 Uhr

Die Spargelzeit ist in vollem Gange und hat jetzt auch in den Rostocker Mensen begonnen. In einer Aktionswoche bieten das Agrarmarketing MV (AMV) und das Studentenwerk den hungrigen Akademikern bis Freitag frische Produkte an, die aus der Region stammen.

Unter dem Motto „MV auf dem Teller – Feines zur Spargelzeit“ gibt es an fünf Tagen verschiedene Gerichte rund um das Stangengemüse. „Es ist immer spannend, die Rezepte für so eine Woche zu entwickeln“, sagt Küchenchefin Petra Martini. Gemeinsam mit drei anderen Kochprofis aus den Mensen hat die Rostockerin die Menüs zusammengestellt und kalkuliert. „Wir haben darauf geachtet, Gerichte auf den Tisch zu bringen, die es zu Hause nicht unbedingt gibt“, so Martini. Neben Mecklenburger Spargel mit Schinken und Hollandaise, gibt es Kartoffel-Spargelgratin, gebratenen Spargel mit gepfefferten Erdbeeren, Spargelsalat, Spargelcrêpes, aber auch einen vegetarischen Spargelbratling. Dazu servieren die Mensen Mecklenburger Landpute, Stremellachs oder Wels von Norfisk und dem Fischgut Nord. Sieben Händler aus der Region liefern die Produkte in dieser Woche.

Insgesamt versorgen die Mensen in Rostock und Wismar durchschnittlich 6000 Studenten pro Tag, so Sabine Jagusch, Leiterin der Verpflegungsbetriebe des Studentenwerks. Die Nachfrage nach regionalen Produkten wachse immer weiter: „Regionalität ist beim akademischen Nachwuchs sehr gefragt“, sagt Jagusch. Das hätten bundesweite Umfragen sowie die Evaluation durch Mitglieder des Rostocker Mensaauschusses herausgefunden. Die steigende Nachfrage lässt sich auch anhand der Umsätze messen, weiß AMV-Projektleiter Robert Wolter. „Seit den ersten regionalen Projektwochen bis heute sind die Umsätze sukzessive gestiegen. Inzwischen liegen wir im Schnitt bei 23 bis 28 Prozent bei den regionalen Gerichten“, so Wolter. Dabei setze das AMV auch auf Nachhaltigkeit. „Wir wollen Lieferbeziehungen generieren und langfristig erhalten“, sagt Wolter, um regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken.

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