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Uni Rostock : Mensa auf dem Campus

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Studentenwerk plant Übergang von 2018 bis zum Großbau anstelle der Orthopädie #wirkoennenrichtig

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erstellt am 14.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Noch bevor 2020 die neue Groß-Mensa in der Ulmenstraßeentstehen soll, plant das Studentenwerk eine Übergangslösung – mitten auf dem Campus vor dem Audimax. Die neue Mensa soll die Kleine Ulme hinter der Orthopädie und das Ulmen-Café im Souterrain des Unigebäudes ersetzen.

„Im Moment läuft eine Ausschreibung, wir suchen einen Systemanbieter, der uns eine Interimsmensa hinstellt“, sagt Geschäftsführer Kai Hörig. Noch diesen Monat soll ein Anbieter ausgewählt werden. Mit dem 1. April, dem Beginn des Sommersemesters, soll die Übergangsmensa ihren Dienst aufnehmen – für 30 Monate bis zum September 2020. Dann soll der neue Groß-Komplex in der Ulmenstraße 45 aus rund 70 Wohnheimplätzen und der neuen Mensa mit 400 Plätzen fertig sein. Die große Platzanzahl ist auf den steigenden Bedarf durch den Ausbau des Campus Ulmenstraße zum Ulmicum und damit einem Campus-Schwerpunkt in Rostock zurückzuführen.

Land und Universität planen dort eine Bibliothek für 40 Millionen und einen Erweiterungsbau für 18,4 Millionen Euro. Auf dem Ulmencampus sollen Juristische, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche sowie Philosophische Fakultät zusammenkommen – rund 5000 Studenten. Einige alte Gebäude auf dem Campus sollen stehen bleiben, andere weichen, und in Infrastruktur noch weitere Millionen fließen. Die Interimsmensa soll noch mit 250 Plätzen auskommen – in etwa so viel wie die aktuellen Modelle liefern. Drei Bewerber kommen Mitte des Monats in die engere Wahl und sollen ihre Konzepte vorstellen – ob Container, Leichtbauhalle oder etwas völlig anderes. „Wir schauen auf die Kosten, Miete oder Kauf, die Betriebskosten während der Laufzeit“, sagt Hörig. Rund 1,5 Millionen Euro sind veranschlagt. „Wir arbeiten mit Uni, dem Betrieb für Bau und Liegenschaften und dem Land zusammen“, sagt Hörig. Es werde eine ökonomische Entscheidung. Denn die Kosten müssten sonst auf die Studenten umgeschlagen werden. „Und die sind nur noch bedingt belastbar.“

Der Ortsbeirat der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ist ein Verfechter des Erhaltes der Alten Orthopädie, die das Studentenwerk für seine Groß-Mensa abreißen will. Sie sei mit akzeptablen Kosten nicht zu erhalten, argumentierte Hörig. Der Beirat wittert durch die Interimsmensa Möglichkeiten. Wenn das Land damit einverstanden sei, dass das Studentenwerk auf dem Campus eine Übergangsmensa hinstellt, warum nicht auch gleich die neue, hinterfragt Beiratsvorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09). „Platz, ist da“, ist sie sicher. Es sei denn, das Land verschweige weitere Vorhaben für den Ulmencampus.

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