Warnemünde : Mehr Zeit für Soldaten mit Familien

Hauptbootsmann Roland Schmidt erklärt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Brücke an Bord der Korvette „Magdeburg“. Und er zeigt ihr das neue Satellitentelefon, das den Draht der Besatzung nach außen verbessern soll.  Fotos: Maria Pistor
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Hauptbootsmann Roland Schmidt erklärt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Brücke an Bord der Korvette „Magdeburg“. Und er zeigt ihr das neue Satellitentelefon, das den Draht der Besatzung nach außen verbessern soll.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht Stützpunkt in Warnemünde. Sie verspricht Entlastung für Soldaten - dank Mehrbesatzungskonzept auf Marineschiffen.

svz.de von
16. Juli 2015, 21:00 Uhr

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nutzt die parlamentarische Sommerpause, sich an den Standorten bei den Soldaten umzuhören. Gestern besuchte sie zunächst die Marine in Rostock-Warnemünde.

Die Belastung von Soldaten wird sich nach Ansicht Von der Leyens mit der Einführung des so genannten Mehrbesatzungskonzeptes auf Marineschiffen verringern. So würden etwa auf Korvetten mehrere Besatzungen trainiert, die dann zum Einsatzgebiet geflogen werden, sagte die Ministerin gestern in Rostock. Von der Leyen war im Rahmen ihrer Sommerreise beim 1. Korvettengeschwader auf dem Stützpunkt Rostock-Warnemünde. Bislang seien bei Einsätzen lange An- und Rückreisen per Schiff notwendig gewesen.

Mit dem neuen Konzept werde sichergestellt, dass zwischen den Einsätzen keine überflüssige Zeit verbraucht wird. Die Präsenzzeit könnten die Soldaten mit der Familie nutzen, so die Ministerin. Zusätzlich werde von Januar an auf den Korvetten das Bewachungskonzept so verändert, dass die europäische Arbeitszeitrichtlinie umgesetzt werden kann. Dabei würden auch zivile Kräfte eingesetzt.

Den aktuellen Einsatz der Marine bei der EU-Mission „Atalanta“ vor der Küste Somalias bezeichnete Von der Leyen als Erfolg. Dieser sei dadurch sichtbar, dass durch die Prävention deutlich weniger Versuche der Piraterie registriert werden. Es sei aber klar, dass „Atalanta“ weiter notwendig ist, um einen Rückfall in die Piraterie zu verhindern. Im August wird nach Internetangaben der Bundeswehr die Korvette „Erfurt“ ans Horn von Afrika verlegt. Für diese Operation war zunächst die Fregatte „Schleswig-Holstein“ vorgesehen, diese wird bei der Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer benötigt.

Von der Leyen kündigte an, dass gegen Ende dieses Jahres eine Auswahlentscheidung für Drohnen für die Korvetten getroffen werde. Diese Drohnen sollen ausschließlich für die Aufklärung zur Verfügung stehen. Details wollte sie nicht nennen.

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