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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 16:10 Uhr

stadthafen : Mehr Sicherheit an der Kaikante

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wolfgang Schimmelpfennig ist Rostocks neuer Hafenvogt und Ansprechpartner für Besucher

Ab Mittwoch hat die Stadt einen Hafenvogt. Der 40-jährige Wolfgang Schimmelpfennig, erfahrener Sicherheitsmann und sozial engagiert, soll für Sauberkeit und Ordnung am Stadthafen sorgen – indem er mit Besuchern ins Gespräch kommt.

„Die Leute sollen den Hafen auf jeden Fall weiter nutzen können, aber wir müssen die Folgen im Griff behalten“, sagt Ordnungssenator Chris Müller (SPD). Anwohner und Bootsbesitzer würden sich gehäuft über offenes Feuer, Lärm oder liegengelassenen Müll beschweren. „Und die Nutzungskonflikte werden in Zukunft eher größer“, prognostiziert Müller vor dem Hintergrund des Wohnungsbaus auf der Holzhalbinsel und dem früheren Werftgelände.

Damit das Grillen kein Ende hat, kommt der Hafenvogt. Er soll mahnen, wenn es zu laut oder Müll nicht entsorgt wird. Mit Sicherheitsjacke, Funkverbindung zur Hafenverkehrsleitstelle, Mobiltelefon und Dienstrad wird er an der vier Kilometer langen Wasserkante unterwegs sein. Seine Arbeitszeiten sind flexibel. Schwerpunkt: die Sonnabende im Sommer. „Er ist so eine Mischung aus einem Kontaktbeamten und einem Sozialarbeiter“, sagt Müller. Er setzt auf die Einsicht der Menschen. Erst bei dauerhaften und groben Verstößen soll der Vogt vom Weisungsrecht Gebrauch machen, die Polizei nur in Ausnahmefällen dazuholen. Schimmelpfennig soll das Gesicht der Stadtverwaltung im Hafen sein, herausstellen, was sich verbessern muss, wo Abfallbehälter oder Beleuchtung fehlen.

Neun Bewerber gab es auf die Stelle. „Er ist der Richtige“, sagt Hafenkapitän Gisbert Runke. Als Chef des Hafen- und Seemannsamtes hat er ihn in einer Runde mit Senator und Personalrat mitausgewählt. „Ich freue mich auf die Arbeit und bin auch ein bisschen stolz, dass ich das repräsentieren darf“, sagt der neue Hafenvogt. Seine Stelle wird beim Amt angesiedelt sein, dafür wurde eine unbesetzte Politessenstelle umgewandelt. Sie ist erst einmal auf zwei Jahre befristet. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Hansestadt da jemals wieder drauf verzichten kann“, sagt Müller.

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