Soziales : Mehr Platz schaffen für Kinder

Rund 220 Kinder werden derzeit im Zwergenhaus betreut. Damit sind die Kapazitätsgrenzen erreicht.
Rund 220 Kinder werden derzeit im Zwergenhaus betreut. Damit sind die Kapazitätsgrenzen erreicht.

Gemeinde Bentwisch will die Kita Zwergenhaus erweitern. Bürgermeisterin hofft auf Baubeginn im Jahr 2020.

svz.de von
12. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Die Jüngsten in Bentwisch brauchen mehr Platz. Und den sollen sie auch bekommen. Dafür will die Gemeinde die Kita Zwergenhaus erweitern. Das müsse dringend erfolgen, sagt Bürgermeisterin Susanne Strübing (parteilos). „Gerade im Krippenbereich haben wir Kapazitätsengpässe.“ Aktuell betreuen Leiterin Anja Hey und ihr Team rund 220 Kinder – derzeit 38 in der Krippe, 97 in der Kita und 88 im Hort.

Mit Ursache für die Erweiterungspläne, so Strübing, sei aber auch die Tatsache, dass in der Grundschule die Räume knapp werden. Seit Beginn des neuen Schuljahres ist die erste Klasse zweizügig. Zudem sind der Hort und die Vorschulgruppe mit im Gebäude untergebracht. „Wir haben schon das Musikkabinett geopfert für Schulräume“, sagt die Bürgermeisterin. Erste Überlegungen für einen Anbau gab es bereits. „Aber dann hätten wir keinen Platz mehr für die Ballsportanlage“, begründet Strübing, warum die Pläne erst einmal verschoben wurden.

Der Erwerb zusätzlicher Grundstücke bei der Kita haben schließlich den Weg frei gemacht für entsprechende Überlegungen zur Erweiterung der Kita. „Das war ein Glücksfall“, weiß Strübing über den Kauf des Doppelhauses. 590 000 Euro hat die Gemeinde dafür investiert und jetzt die Planungsleistungen vergeben. Angedacht ist, das Bestandsgebäude in gleicher Architektursprache quasi zu spiegeln. Über einen Bau sollen beide Häuser dann miteinander verbunden werden und so noch einmal deutlich mehr Platz schaffen für die jüngsten Gemeindebewohner. Diese erste Idee stammt von Architekt und Gemeindevertreter Andreas Krüger. Mit der Realisierung dieses Entwurfs, so hofft Susanne Strübing, könnten dann wohl auch wieder die Vorschulgruppe und der Hort mit in die Goorstorfer Straße 3 ziehen – und so auch Platz in der Grundschule frei machen. Dafür müsse aber erst einmal das Doppelhaus weichen. „Ein Altbau ist nicht die beste Voraussetzung für einen Kita-Umbau und wäre wirtschaftlich auch nicht effizient“, begründet Strübing diese Entscheidung. Die Umsetzung solle jetzt so schnell wie möglich erfolgen. „In diesem oder im nächstem Jahr wollen wir Fördermittel beantragen“, sagt die Bürgermeisterin. „Ein Baubeginn 2020 wäre erstrebenswert.“

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