Bentwisch : Mehr Platz fürs Gewerbe

Östlich von Goorstorf  soll das neue Gewerbeareal entstehen. In einem ersten Abschnitt wird eine rund 30 Hektar große Fläche erschlossen, an die sich eine 13 Hektar große Grün-Ausgleichsfläche anschließt, die das Wohn- vom neuen Gewerbegebiet trennt.  Grafik: Gemeinde Bentwisch
Östlich von Goorstorf soll das neue Gewerbeareal entstehen. In einem ersten Abschnitt wird eine rund 30 Hektar große Fläche erschlossen, an die sich eine 13 Hektar große Grün-Ausgleichsfläche anschließt, die das Wohn- vom neuen Gewerbegebiet trennt. Grafik: Gemeinde Bentwisch

In Kooperation mit Rostock entsteht Richtung Überseehafen ein neues Industriegebiet

svz.de von
09. August 2016, 08:00 Uhr

Die Gemeinde Bentwisch bekommt ein neues Gewerbegebiet. Östlich von Goorstorf in Richtung Überseehafen soll das 65 Hektar große Gebiet entstehen. „Wir sind gerade dabei, an der zweiten Veränderung des Flächenentwicklungsplans zu basteln“, sagt Bürgermeisterin Susanne Strübing. Geplant ist, das Areal in zwei Etappen zu realisieren. Denn: „Die Zeit drängt“, so Strübing. In einem ersten Abschnitt sollen rund 30 Hektar erschlossen werden, die – so der Wunsch der Bürgermeisterin – in zwei Jahren Baureife erlangt haben sollen. Etwa 20 hafennahe Investoren sollen sich in dem Gebiet ansiedeln können.

„Der Grund für die Aufteilung sind zudem Probleme bei der Verkehrsanbindung“, berichtet Ralph-Michael Achtenhagen, Geschäftsführer der zuständigen Bentwisch GmbH. Vorgaben der Verkehrsbehörde besagen, dass die B 105 in der Lage sein muss, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen, der durch die ansässigen Unternehmen entsteht. „Ursprünglich war eine zweite Abfahrt geplant“, so Achtenhagen. Das sei aus Kostengründen derzeit aber nicht machbar. Ein Verkehrskonzept, das die Gemeinde in Auftrag gegeben hat, soll hier Klärung schaffen.

Trotz der Schwierigkeiten laufen die Planungsprozesse auf Hochtouren. „Wir sind mit Rostock in regelmäßigen Gesprächen über die Form der Umsetzung“, so die Bürgermeisterin. Denn die Flächen, auf denen das Gewerbegebiet in der Gemeinde Bentwisch entstehen soll, gehören zu etwa zwei Dritteln der Hansestadt und zu einem Drittel Privatleuten. „Derzeit sind wir dabei, ein gemeinsames Rechtsobjekt zu finden, in dem sowohl die Gemeinde Bentwisch als auch die Hansestadt als gleichberechtigte Partner festgelegt werden“, erklärt Susanne Strübing die aktuellen Schritte. Hier soll genau bestimmt werden, wer welche Kosten zu welchen Teilen trägt und wie Gewinne und spätere Steuereinnahmen und Umlagen aufgeteilt werden. „Rostock hat kein Interesse, die Flächen zu verkaufen. Sie wollen auch etwas vom Kuchen abhaben“, sagt die Bürgermeisterin. „Daher sind wir jetzt dabei, die Aufteilung auszuhandeln.“

Laut Ralph-Michael Achtenhagen ist der Plan, dass zum 1. Januar 2017 die Struktur zwischen Bentwisch und Rostock steht. Wenn das geschafft ist, könnten die nächsten Schritte in Angriff genommen werden.

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