zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. September 2017 | 03:39 Uhr

Mehr Platz für Wendemanöver

vom

svz.de von
erstellt am 22.Nov.2011 | 09:13 Uhr

Warnemünde | Mittelgroße Kreuzfahrtschiffe sollen in Zukunft 30 bis 45 Minuten schneller im Rostocker Hafenbecken drehen können. Dafür lässt die Hafenentwicklungsgesellschaft Rostock (Hero) momentan die Wendeplatte vergrößern und auf zehn Meter Tiefe ausbaggern. Bisher waren es rund neun Meter. "Dadurch werden die navigatorischen Verhältnisse verbessert", sagt Hero-Sprecher Christian Hardt. Bei guten Wetterverhältnissen könnten die Schiffe so erheblich Zeit sparen.

Pläne für das Vorhaben hatte das Unternehmen schon länger in der Schublade: "Es gab immer wieder Nachfragen von den Reedereien", sagt Hardt. Nun haben alle beteiligten Behörden endgültig grünes Licht gegeben, sodass die Schwimmbagger vor einer Woche anrücken konnten. "Noch im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein", sagt Hardt. Der Auftrag hat ein Volumen von etwa 400 000 Euro.

Gestern allerdings mussten erst mal die Taucher vom Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb ins Warnow-Wasser, um ein unbekanntes Hindernis im Boden näher zu bestimmen. "Das ist wahrscheinlich ein kleiner Pfahl, der uns aber erheblich behindern würde", sagt Jobst Winter von der Heinrich Hirdes GmbH. Das Unternehmen hatte von der Hero den Zuschlag für die Vertiefung erhalten. "Dass da ein Hindernis auftaucht, ist nicht ungewöhnlich, zum Beispiel mal ein größerer Findling", sagt Hardt.

Doch egal wie groß sie sind: Die Gegenstände müssen ausgegraben und gehoben werden, um mit den Baggerarbeiten fortfahren zu können. Andernfalls könnten sie auch eine Gefahr für den Schiffsverkehr darstellen, der gerade im Bereich Kreuzfahrt in diesem Jahr einen neuen Rekord aufgestellt hat: 34 Hochsee-Giganten brachten bei 158 Anläufen rund eine Viertelmillion Gäste nach Rostock.

Die jetzt vorgenommenen Arbeiten beschränken sich zwar hauptsächlich auf die Wendeplatte im Seehafen. Gleichzeitig sollen aber auch Untiefen im Bereich zwischen dem Wendekreis und der Kaikante Höhe Liegeplatz 8, die den Soll-Wert von zehn Metern Tiefe überschreiten, flächig gebaggert werden. So werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, auch Kreuzliner mit einem Tiefgang von bis zu 8,80 Metern am Liegeplatz aufnehmen zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen