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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 14:06 Uhr

Wissenschaft : Mehr Platz für Eisbär Churchill

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zoologisches Institut der Universität Rostock vergrößert seine Ausstellungsfläche.

Damit die Skelette von Elefantendame Sara und Eisbär Churchill bald der Öffentlichkeit gezeigt werden können, vergrößert das Zoologische Institut der Uni Rostock seine Ausstellungsfläche. Derzeit wird ein ehemals als Hörsaal genutzter Raum saniert und umgebaut. Dort sollen bald die aus dem Zoo bekannten Tiere aufgestellt werden.

Neben den beiden Großtieren soll es außerdem eine Biodiversitätenwand an der Frontseite geben, an der kleinere Skelette verschiedenster Tierarten zu sehen sein werden. „Sara wird als Wandmontage ausgestellt“, sagt Lehrstuhlinhaber Professor Stefan Richter. Zudem sollen in dem 50 Quadratmeter großen Saal künftig Vorträge gehalten werden. Die obere Etage des historischen Institutsgebäudes ist somit fast ausschließlich der Zoologischen Sammlung gewidmet und kann im Rundgang besichtigt werden. Bis zum Herbst soll das Umbauprojekt, das auch von der Universitätsleitung unterstützt wird, fertiggestellt sein. Dann muss sich das Zoologische Institut einer neuen Herausforderung stellen. Ein Pottwal, der im Januar in der Nordsee gestrandet war, werde Ende des Jahres der Uni Rostock übergeben, so Kurator Dr. Andreas Bick. Derzeit wird das 13 Meter lange Tier im Meeresmuseum in Stralsund präpariert. Wo das Tier letztlich aufgestellt und gezeigt werden kann, ist bisher nicht klar. „Räumlich und statisch stoßen wir schon jetzt an unsere Grenzen“, sagt Richter.

Die Mitarbeiter des Instituts wünschen sich einen mehrgeschossigen Anbau im Innenhof. „Dort wäre der einzige Platz, um den Wal in ganzer Länge zu zeigen“, sagt Bick. In dem Gebäude könnten dann auch noch mehr Tiere der bis zu 250 000 Serien aus der Forschungssammlung gezeigt werden, die bisher im Verborgenen geblieben sind.

Genauere Pläne und finanzielle Mittel gebe es für den Bau bisher nicht, so Bick. Grund sei die fehlende Notwendigkeit, die Tiere öffentlich auszustellen. „Wir sind eine Forschungseinrichtung und zeigen die Tiere nicht, weil wir es müssen, sondern, weil wir es wollen und das Interesse groß ist“, argumentiert er. Deswegen hat die Sammlung ab Mai auch am Wochenende geöffnet. Sollte bis Jahresende keine Lösung für den Pottwal gefunden sein, plant das Institut, zumindest Teile des Säugers zu zeigen.

Zoologische Sammlung

Die Ausstellungsräume zeigen die Tierwelt in seiner Vielfältigkeit. Zu sehen sind ausgestopfte Präparate und Feuchtpräparate vom Wurm bis zum Tiger. Wochentags ist die Sammlung von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet, ab Mai bis September auch zusätzlich am Wochenende von 10 bis 16 Uhr.

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