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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 02:32 Uhr

Warnemünde : Mehr öffentliches WLAN gefordert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Beirat plädiert für mehr Hotspots im Seebad. CDU-Fraktion hat einen Antrag gestellt. Tourismusdirektor wird das prüfen

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2016 | 05:00 Uhr

Der Warnemünder Ortsbeirat setzt sich für den Ausbau von öffentlichen WLAN-Zugängen im Ostseebad ein. Das Thema kam in der gestrigen Sitzung zur Sprache. Es werden mehr Hotspots gefordert. „Wenn wir ein Seebad sein wollen, dürfen wir diese Entwicklung nicht verschlafen“, sagte Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). „Wir haben hier viele Urlauber, die erwarten, dass man ins Internet reinkommt.“ Prechtel betont, dass jetzt der Haftungsausschluss der Betreiber vom Tisch ist, sodass das Risiko nicht mehr so groß ist.

Zu diesem Thema hat parallel auch die CDU-Fraktion der Hansestadt einen Antrag an die Bürgerschaft gestellt. Die Fraktion wünscht sich ebenfalls einen Ausbau der Hotspots in der Hansestadt, um noch attraktiver für Einwohner und Gäste zu sein.

Tourismusdirektor Matthias Fromm hat sich die Mühe gemacht, mal zu analysieren, wie viele WLAN-Zugänge es in Warnemünde gibt. Neben dem vor der Tourismusinformation betreiben noch Telefongesellschaften weitere in der Seestraße, beim Georginenplatz und in der Mühlenstraße. Mit den Hoteliers kommt Fromm auf etwa 50, räumt aber ein, dass die in den Hotels ja auch nur für die Gäste wären. „Aber die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde begrüßt die Konzepterstellung und wird sich entsprechend einbringen, um die Attraktivität des Standortes zu fördern“, verspricht Fromm.

Was vielleicht etwas unterschätzt wird, sind die Kosten der Betreibung. Hier sind vielleicht auch Partner aus der Wirtschaft oder anderen Bereichen gefragt. „Ob diese Kosten aus der Kurabgabe gezahlt werden könnten, müsste im Hinblick auf die Abgabenordnung geprüft werden“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. „Und da wäre es natürlich eine Ungleichbehandlung zwischen kurabgabepflichtigem Gebiet und dem Rest der Hansestadt“, sagt er. Kunze rechnet vor: Das öffentliche WLAN am Neuen Markt nutzen bis zu 300 Menschen am Tag. Dem stehen im Jahr Kosten von 1000 Euro gegenüber.

Die darf man bei den Visionen nicht vergessen. Ermutigend ist im Seebad, dass sich hier für viele Projekte Sponsoren begeistern lassen, wenn man gezielt sucht. Das haben andere Projekte bewiesen.


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