Ostsee : Meerasseln in Markgrafenheide gesichtet

Meerasseln wurden vor Markgrafenheide im Seegras gesichtet

Meerasseln wurden vor Markgrafenheide im Seegras gesichtet

Meeresbiologe Alexander Darr: „Die Tiere sind harmlos, sie sind Vegetarier“

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02. August 2018, 12:00 Uhr

In Markgrafenheide kommt es derzeit zum Auftreten von Meerasseln. „Bei den Tieren handelt es sich vermutlich um die Baltische oder die Krallenfüßige Meerassel, die bei uns in der Ostsee besonders häufig sind. Die Tiere leben im Seegras, das sie fressen. Sie saugen kein Blut, sie beißen keine Stückchen aus Armen oder Beinen heraus und übertragen keine Krankheitskeime“, erklärt Meeresbiologe Alexander Darr vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW).

Die Beobachtung hatten Markgrafenheides Ortsbeiratsvorsitzender Jürgen Dudek (parteilos) und seine Partnerin Hannelore Gührke gemacht. Wenn das Seegras wieder durch die Winde verschwunden ist, sind die Asseln auch weg. „Es gibt daher keinen Grund zur Besorgnis“, beruhigt der IOW-Wissenschaftler. Die Tiere beißen nicht, auch wenn Betroffene ein solches Gefühl hätten. Das liege daran, dass sich die Asseln mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen festklammern. Sobald sie merken, dass es kein Seetang ist, woran sie hängen, lassen sie ihre Opfer los.

Bei starkem Wellengang werden Algen und Seegräser vom Meeresboden abgerissen und an den Küsten zusammengetrieben. „Beim Festklammern kommt es vor, dass sie sich mit ihren Laufbeinen an Armen und Beinen der Badenden festhalten“, so Darr. In Warnemünde ist von einem Vorkommen der Meerasseln noch nichts bekannt.


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