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21. November 2017 | 20:13 Uhr

Medizintechnik-Firma räumt IHK-Exportpreis ab

vom

svz.de von
erstellt am 01.Nov.2011 | 10:09 Uhr

Rostock | Ob in Australien, Südafrika oder Kanada - weltweit arbeiten medizinische Einrichtungen mit digitaler Bildverarbeitung und Röntgentechnik aus Rostock. Für seinen Erfolg wurde das Unternehmen Oehm und Rehbein Medizinische Systemlösungen gestern im Hotel Neptun mit dem Exportpreis der Industrie- und Handelskammern (IHK) in MV ausgezeichnet.

Röntgenstrahlen belegen Herkunft

"Wir bekommen einen Haufen kurioser Aufträge", sagt Firmengründer Bernd Oehm. So spüren die Rostocker Röntgensysteme unter anderem den Unterschied zwischen Zuchtperlen und natürlich gewachsenen Exemplaren auf. "Da wird unheimlich viel betrogen", sagt Oehm. Um die Geräte zu justieren, waren zahlreiche Testreihen mit Musterperlen nötig, zu denen Spezialisten des weltweit führenden Perlenhändlers hinzugezogen wurden.

20 Jahre nach seiner Gründung ist das Rostocker Unternehmen in 50 Ländern vertreten und arbeitet mit 70 Partnern zusammen. So auch in Sambia, wo die Lumwana Mining Company die größte Kupfermine Afrikas betreibt. Im Gegenzug für die Schürfrechte musste diese eine ganze Stadt neu aufbauen. "Mitten im Busch", wie Oehm sagt, nutzen nun sowohl das neue Krankenhaus als auch die Mine selbst die Röntgentechnik aus der Hansestadt.

Das Unternehmen hat sich zudem in der Veterinärmedizin etabliert. Unter anderem zählen rund 200 deutsche Tierkliniken zu den Kunden. Doch der nationale Markt ist mittlerweile komplett verteilt, sagt Oehm: "Da geht es nur noch um Betreuung." Wachstumspotenzial hingegen sieht er vor allem in Südamerika, Indien, China und Russland. "Das liegt in Bezug auf unser Geschäftsfeld alles noch brach", so der Unternehmer. Hauptthema seien für ihn allerdings die 50 Mitarbeiter - "Die leben das Unternehmen", sagt Oehm. Nur dank ihres Einsatzes sei es möglich, überall auf der Welt auf Messen vertreten zu sein und so neue Aufträge zu erhalten. "Das ist sehr preis- und kostenintensiv, trägt aber irgendwann Früchte", so Oehm.

Der IHK-Exportpreis ist mit 5000 Euro dotiert und soll herausragende Leistungen heimischer Unternehmen im Auslandsgeschäft würdigen.

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