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uniklinik rostock : Medizin-Zentrum: Bau verzögert sich weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Projektbeginn für zweites Quartal 2016 anvisiert / Inbetriebnahme Ende 2019

Von bösen Zungen wird er bereits mit der Hamburger Elbphilharmonie oder dem Berliner Flughafen BER verglichen – der Bau des Gebäudes der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) auf dem Campus der Unimedizin in der Schillingallee. Und er zieht sich weiter in die Länge.

Wurde Anfang des Jahres noch verkündet, dass die Bauarbeiten im Januar 2016 beginnen sollten, sieht der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) den Rohbaubeginn jetzt erst im zweiten Quartal 2016. Grund seien Verzögerungen der Tiefbauarbeiten durch erschwerte Bedingungen bezüglich der Abwasserentsorgung auf dem Gelände. „Diese sind dadurch bedingt, dass der Grundwasserspiegel gestiegen ist“, sagt BBL-Projektmanager Robert Klaus. Die endgültige Inbetriebnahme des Gebäudes sieht Klaus infolgedessen im vierten Quartal 2019 – noch ein Jahr später als zuletzt geplant. Die Kosten hingegen sollen bei 143 Millionen Euro bleiben, erklärt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Diese Summe hatte der Finanzausschuss Ende 2014 abgesegnet. „Wir konnten das Land überzeugen, unser Projekt mit 160 Millionen Euro zu unterstützen“, sagt Prof. Gabriele Nöldge-Schomburg, Stellvertretende Vorsitzende des Ärztlichen Vorstands. Die Differenz zu den reinen Baukosten werde in technische Geräte investiert, heißt es aus der Uniklinik.

Doch die Zukunftsvisionen von den neuen technischen Errungenschaften – wie einer größeren zentralen Notaufnahme und einem Hubschrauberlandeplatz direkt auf dem Dach – statt wie bisher auf der Schafswiese – rufen bei den Anliegern des Klinikgeländes nicht nur Wohlwollen hervor. Das wurde in der letzten Ortsbeiratssitzung des Hansaviertels deutlich. Neben der Belastung durch den Baulärm sehen die Anwohner ihre Verkehrssituation durch die künftig rollenden Baufahrzeuge akut gefährdet. Doch der BBL hat konkrete Pläne für die Baulogistik: „Es wird vordefinierte Be- und Entladebereiche für die Baufahrzeuge geben“, sagt Projektleiter Klaus. Diese führen alle von der Ernst-Heydemann-Straße aus auf das Klinikgelände. Als Zufahrtsstraße werde die Parkstraße genutzt, die Heydemannstraße zur Einbahnstraße. Die Schillingallee bliebe dadurch für Einsatzfahrzeuge frei. Auch seien zunächst keine Parkverbotszonen geplant.

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