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Metallbauer aus Rostock entscheidet Wettbewerb für sich : Mecklenburg-Vorpommerns Top-Azubi 2011

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Der angehende Metallbauer Mathias Bühring ist nicht irgendein Azubi – er ist Mecklenburg-Vorpommerns Top-Azubi 2011. Mit diesem Titel zeichneten ihn die Handwerkskammern im Land gestern in Schwerin aus.

Rostock/Schwerin | In der Werkshalle liegt Metallgeruch in der Luft. Mathias Bühring steht an der Metallsäge und hantiert an langen Aluminiumlatten herum. Der 21-Jährige aus Stäbelow (Landkreis Rostock) ist Auszubildender bei der Firma Hanse Metallbau in Elmenhorst/Lichtenhagen. Doch der angehende Metallbauer ist nicht irgendein Azubi – er ist Mecklenburg-Vorpommerns Top-Azubi 2011. Mit diesem Titel zeichneten ihn die Handwerkskammern im Land gestern in Schwerin aus.

Bühring ist Handwerker aus Leidenschaft. Auch, weil es in seiner Familie eine handwerkliche Tradition gibt. Sein Vater ist Schiffsbauer, seine Mutter Zahntechnikerin, sein Bruder Elektriker. „Da war der Weg für mich sozusagen vorgezeichnet“, sagt Bühring und lacht sein breites Lachen, bei dem seine Augen sich zu schmalen Schlitzen verengen. Der Mann im dritten Ausbildungsjahr liebt sein Handwerk, das Metallbauen. Für die Hanse Metallbau GmbH, ein mittelständischer Betrieb mit 50 Mitarbeitern, fertigt er vor allem Fassaden, Fenster und Türen aus Aluminium, manchmal auch Terrassen aus Stahl. „Am meisten mag ich, jeden Tag ein Produkt sehen zu können“, sagt der Top-Azubi.

Doch obwohl Bühring sein Handwerk liebt, hat er berufliche Pläne, die über das rein Handwerkliche hinausreichen: Nach seiner Ausbildung möchte er Maschinenbau studieren. Die Chance auf die Umsetzung des ehrgeizigen Zieles stehen gut. Gut vor allem, weil sein Arbeitgeber fest von seinen überdurchschnittlichen Fähigkeiten überzeugt ist. Auch deshalb bietet er Bühring an, nach Abschluss seiner Ausbildung ein Dualstudium im Betrieb zu Beginn. Das heißt: Studieren und gleichzeitig in der Firma arbeiten, um Berufserfahrung zu sammeln und Geld zu verdienen. Ob der Student in spe in Wismar oder in Stralsund die Fachhochschulbank drücken wird, das weiß er noch nicht genau. „Beide Standorte finde ich attraktiv“, sagt Bühring. Vor dem Studium nimmt er aber noch ein anderes Projekt in Angriff: Er will seine Ausbildung vorzeitig beenden. Sowohl seine schulischen als auch seine betrieblichen Leistungen sprechen dafür. „Ich denke, dass das klappen wird – dann wäre ich ein halbes Jahr früher fertig als regulär“, sagt der handwerkliche Überflieger mit der festen Stimme und grinst verschmitzt. Ende August möchte er fertig sein und dann gleich im Studium durchstarten. Viereinhalb Jahre würde er bis zum Master brauchen.

Gestern bei der Preisverleihung in der Handwerkskammer Schwerin freute sich der Metallbauer über die Auszeichnung und 1000 Euro Preisgeld. „Als Auszubildender kann man das gut gebrauchen“, sagte er. Auf die Plätze zwei und drei wählte die Jury Bäckereifachverkäuferin Lisa Zander aus Schwerin und Landmaschinenmechaniker Marcel Vesper aus Plau am See. Sie erhielten 700 und 500 Euro Preisgeld. „Man kann diesen Wettbewerb gar nicht hoch genug loben“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Aber auch die neun Azubis, die beim Wettbewerb nicht auf den Plätzen landeten, können sich freuen. Gehören sie doch zu den zwölf Teilnehmern, die die Jury aus landesweit 50 Bewerbern auswählte.
Die Handwerkskammer Schwerin rief den Wettbewerb 2006 ins Leben, 2007 sprang die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern auf und der Preis mauserte sich zu einer landesweiten Aktion. In Vorfeld der Titelvergabe traten die Azubis in vier Disziplinen wie einem Wissensquizz und einem Rollenspiel gegeneinander an. Auch unsere Zeitung gehört zu den Ausrichtern des Wettbewerbs, den im vergangenen Jahr die Rostocker Schneiderin Vera Pauline Kerwitz für sich hatte entscheiden können.

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erstellt am 01.Dez.2011 | 07:20 Uhr

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