Clubszene : Mau ist gerettet – für dieses Jahr

Der Mau-Club ist seit 1996 im Stadthafen und eine beliebte Konzerthalle. Jetzt gleicht die Hansestadt das Minus des Betreibervereins aus.
Der Mau-Club ist seit 1996 im Stadthafen und eine beliebte Konzerthalle. Jetzt gleicht die Hansestadt das Minus des Betreibervereins aus.

Betreiberverein leidet unter strukturellem Defizit und soll nun ein Finanzierungskonzept vorlegen

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03. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Das Mau-Aus ist vorerst abgewendet: Die Hansestadt schießt dem Betreiberverein Zabrik 43 000 Euro extra für das laufende Jahr zu. So hat es die Bürgerschaft gestern beschlossen. Den Mehrbedarf hatten die Vereinsmitglieder schon im Frühjahr angemeldet, um ihre nichtkommerzielle Jugendarbeit fortführen zu können. Von der Verwaltung hatten sie zunächst eine Absage kassiert. Nach einer Onlinepetition mit knapp 6200 Unterzeichnern und einer nochmaligen Überprüfung signalisierte die Stadt zuletzt doch Zustimmung, allerdings nur zu einem einmaligen Ausgleich. In Zukunft werde es keine Nachzahlungen mehr geben.

Laut Ursprungsplan sollte Zabrik im laufenden Jahr 144 000 Euro aus dem Topf für die freie Kulturförderung erhalten, obwohl schon im Vorjahr 36 200 Euro Mehrkosten angefallen waren. Die Bürgerschaft will die Förderhöhe daher nun noch einmal auf den Prüfstand stellen und stellt sich damit gegen die Verwaltung. „Offenbar ist der Mau-Club strukturell unterfinanziert und kann mit der bisherigen Zuschussgröße nicht auskömmlich arbeiten“, sagt Eva-Maria Kröger, Fraktionschefin der Linken.

Jetzt soll Zabrik bis zum Fühjahr ein Konzept vorlegen, das die finanzielle, strukturelle und inhaltliche Ausrichtung aufzeigt und streng zwischen der kommerziellen und nichtkommerziellen Tätigkeit trennt. „Es ist nicht Aufgabe der öffentlichen Hand, Konzerte und andere kommerzielle Angebote zu subventionieren“, sagt SPD-Fraktionschef Steffen Wandschneider.

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