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20. November 2017 | 20:25 Uhr

Mats ist schon vernarrt in die Ostsee

vom

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2012 | 08:48 Uhr

Rostock | Seit fünf Monaten ist es bei Katharina Rieneck und Manuel Neumann eng in der Wohnung. Denn mit dem kleinen Mats sind eine ganze Menge Spielzeug, Plüschtiere und Strampler eingezogen. Im Wohnzimmer ist kaum noch ein Durchkommen, denn das farbenfrohe Laufgitter nimmt eine gehörige Portion Platz weg. Für den Wickeltisch musste im Arbeitszimmer Raum geschaffen werden. Egal, finden die jungen Eltern. Denn mit ihrem Stadtteil Dierkow und der gemütlichen Drei-Zimmer-Wohnung sind sie ansonsten sehr zufrieden. "Es ist günstig und mit der Bahn oder dem Fahrrad ist man trotzdem ganz schnell im Zentrum", sagt Neumann. Der 25-Jährige schreibt gerade an seiner Diplomarbeit im Fach Wirtschaftsmathematik. Für die 24-jährige Rieneck stehen im Sommer Prüfungen an. Sie studiert Physik, Philosophie und Astronomie auf Lehramt. Für die angehende Lehrerin bekommt Rostock im Fach Familienfreundlichkeit glatt eine Zwei. "Wir sind eigentlich zufrieden", stimmt Neumann ihr zu. Aber Luft nach oben gebe es noch.

Tagesmutter gesucht und schnell gefunden

Thema Kinderbetreuung: Viele klagen über ellenlange Wartelisten. Einen Betreuungsplatz in der Nähe der eigenen Wohnung zu bekommen, scheint für Eltern oft ein Problem zu sein. Nicht so bei Rieneck und Neumann. Sie haben eine Tagesmutter für Mats gefunden und das auch noch gleich um die Ecke. "Ich habe mir ein paar Angebote angesehen und dann gleich Glück gehabt", sagt Rieneck. Effektive Suchzeit: zwei Wochen. Auch wenn sie als studentische Hilfskraft in der Uni arbeitet, findet sie dort ein kinderfreundliches Klima. Das Institut für Physik hat sich auf die jungen Mütter eingestellt. "Es gibt einen Wickeltisch und eine Krabbelecke", lobt Rieneck. Ein bisschen Sorge hat sie vor der Suche nach einem Kita-Platz, wenn Mats erst mal seinen dritten Geburtstag feiert. Denn da, so hat sie gehört, sieht es eng aus: "Gerade wenn man eine Kita will, die nicht so groß oder integrativ ist."

Mats ist mit seinen fast fünf Monaten neugierig auf seine Umwelt. Darum gehen seine Eltern gern mit ihm spazieren. "Es ist erstaunlich, wie viele grüne Ecken es hier gibt, obwohl Dierkow eine Plattenbausiedlung ist", sagt Neumann. Und überall gebe es gut gepflegte Spielplätze. Der Kinderarzt ist fußläufig zu erreichen, ein Termin sofort zu haben.

Was Rostocks Schulen anbelangt, hat Lehramtsstudentin Rieneck während einiger Praktika einen Einblick bekommen. "Die Gymnasien, die ich bisher gesehen habe, waren sehr gut ausgestattet", so ihr erster Eindruck.

Tolle Lage am Meer lädt zum ersten Strandbesuch ein

Rieneck und Neumann, die 2006 von Dessau zum Studieren nach Rostock gekommen sind, sind zufrieden. Und der kleine Mats genießt es, dass er so dicht am Meer wohnt. Am vergangenen Freitag, als es zum ersten Mal in diesem Jahr warm war, hat er mit seinen Eltern einen Ausflug nach Heiligendamm gemacht. "Da hat er das erste Mal Strandsand gegessen", berichtet Rieneck und lacht. Ihr Sohnemann konnte sich gar nicht losreißen vom großen Wasser. "Alle anderen Kinder haben ruhig in ihren Wagen gelegen", erzählt Neumann. "Nicht so Mats. Er wollte auf dem Arm getragen werden, damit er auch ja keinen Blick auf die Ostsee verpasst."

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