Sonderschau in Rostock : Master-Studenten tischen auf

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In der Zoologischen Sammlung startet am 13. April eine Sonderausstellung über die Ernährung der Tiere.

svz.de von
22. März 2016, 12:00 Uhr

Im Erdgeschoss der Zoologischen Sammlung am Rostocker Universitätsplatz hat gestern das große Einräumen begonnen. Junge Frauen und Männer aus den Master-Studiengängen Diversität und Evolution sowie Meeresbiologie vom Institut für Biowissenschaften haben für die von ihnen konzipierte Ausstellung 14 Vitrinen mit Exponaten bestückt. Aufgrund eines schweren Wasserschadens im ganzen Gebäude konnten die Studenten später als gedacht mit dem Aufbau starten – aber dennoch rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung, die für den 13. April um 18 Uhr geplant ist.

Unter dem Motto „Aufgetischt – so fressen Tiere“ wird unter anderem erklärt, warum es unterschiedliche Zahnformen gibt, was die Mägen von Vögeln und Kühen unterscheidet und es gibt zahlreiche weitere spannende Fakten aus den Themenfeldern Biologie, Ökologie und Verhalten – „zum Beispiel zur aufgenommenen Nahrungsmenge“, sagt Student Yannic Ege. Er erklärt, „dass die Spitzmaus zwischen 150 und 200 Prozent ihres Gewichtes an Nahrung zu sich nimmt, während es beim Tiger nur vier Prozent sind“. So breit wie die Vielfalt der Fakten ist auch die der ausgestellten Exponate: „Vom Leberegel bis zum Tiger werden in der Ausstellung Tiere der verschiedensten Größen und Arten zu sehen sein “, sagt Helen Albrecht.

Aufgabe der Studenten war es, „ein zoologisches Thema didaktisch und ästhetisch gut umzusetzen, sodass es auch ein bestimmtes öffentliches Interesse trifft“, sagt Dr. Andreas Bick, Kustos der Zoologischen Sammlung, der die Studenten das Semester über bei diesem Praxisprojekt betreut hat. Die verwendeten Exponate stammen größtenteils aus der Rostocker Sammlung, „aber wir haben auch Leihgaben aus Zoologischen Sammlungen in Hamburg, Berlin und Stralsund“, so Blick.

Bereits zum vierten Mal wird die jährliche Sonderausstellung von Studenten unter professioneller Anleitung realisiert. „Für mich war das super, weil ich mir sicher bin, später nicht in die Forschung gehen zu wollen und mich so an einem Projekt aus dem Bereich Umweltbildung probieren konnte“, sagt Leonie Rapp, die im ersten Semester ihres Masterstudiums Meeresbiologie ist.

Für das Praxisprojekt der Ausstellungsgestaltung haben die Studenten sowohl einzeln als auch im Team gearbeitet – von der Ideenfindung bis zum Werbeplakat. Mit dem Aufbau endet ihre Arbeit aber nicht. „Wir werden die Öffnungszeiten der Sammlung verlängern, damit zum Beispiel auch Touristen die Chance haben, am Wochenende vorbeizuschauen. Und die Studierenden sind dann auch als Ansprechpartner vor Ort“, sagt Dr. Bick. Für ein Jahr bleibt die „Aufgetischt“-Ausstellung stehen und wird in diesem Zeitraum auch bei der Langen Nacht der Wissenschaft und der Langen Nacht der Museen geöffnet.

Öffnungszeiten: Die Zoologische Sammlung am Universitätsplatz 2 ist unter der Woche jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet, von Mai bis Oktober zusätzlich an den Wochenenden von 10 bis 17 Uhr; die Sonderausstellung „Aufgetischt – so fressen Tiere“ öffnet am 13. April um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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