Dolwin Gamma : Maßarbeit auf der Nordic Werft

Gespannte Blicke gestern auf der Nordic Werft in Warnemünde. Der erste von zwei fast 500 Tonnen schweren Leistungstransformatoren wird in die Offshore-Konverterplattform „Dolwin gamma“ eingehoben.
Gespannte Blicke gestern auf der Nordic Werft in Warnemünde. Der erste von zwei fast 500 Tonnen schweren Leistungstransformatoren wird in die Offshore-Konverterplattform „Dolwin gamma“ eingehoben.

Installation in eine Konverterplattform gelungen / 500 Tonnen schwer / Wert von rund 800 Millionen Euro

svz.de von
18. Juli 2015, 08:00 Uhr

Auf der Nordic Werft in Warnemünde sind gestern zwei Transformatoren in der Offshore-Konverterplattform „Dolwin gamma“ installiert worden. Die etwa 500 Tonnen schweren Transformatoren stehen in speziell ausgestatteten Räumen und sind zum Schutz vor dem aggressiven Klima in der Nordsee mit einem speziellen Korrosionsschutz versehen, teilte die Werft mit.

Die so genannte Topside der Plattform wird in Warnemünde montiert, ihr Fundament an den Werftstandorten in Wismar und Stralsund. Die Topside ist selbst so hoch wie ein elfstöckiges Wohnhaus und beherbergt neben der Umspanntechnik und Werkstätten auch die Wohn- und Maschinenräume.

Es sollen insgesamt mehr als 20 000 Tonnen Stahl verbaut werden. Das Projekt ist nach Werftangaben im Zeitplan und soll im Jahr 2017 abgeschlossen werden.

Auftraggeber von „Dolwin gamma“ sind der französische Industriekonzern Alstom und Netzbetreiber Tennet. Die Plattform wird bis zu 900 Megawatt Energie von Nordsee-Windparks von Wechsel- in Gleichstrom umwandeln. Dieser Gleichstrom wird per See- und Landkabel über 162 Kilometer zur Konverterstation in Dörpen südlich von Leer transportiert, so ein Werftsprecher. Dort wird er in Wechselstrom umgewandelt und ins Netz eingespeist.

Nach früheren Angaben der Werft hat die Plattform inklusive der Innenausrüstung, die nicht von Nordic bereitgestellt wird, einen Wert von rund 800 Millionen Euro.

„Die Energiewende ist die große nationale Aufgabe dieses Jahrzehnts. Dafür brauchen wir die Windkraft auf See“, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Er war ebenso wie führende Vertreter der Werft, von Alstom und Tennet zur Installation gekommen. Sellering sieht in der Windkraftbranche einen neuen industriellen Kern für den Nordosten. „Wir profitieren von der sehr positiven Entwicklung bei den erneuerbaren Energien auch als Industriestandort.“ Es entstünden viele neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze.

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