zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 13:45 Uhr

Warnemünde : Maschine filtert Müll raus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Tourismuszentrale kauft Strandreinigungsgerät. In der Hauptsaison fallen bis zu drei Tonnen Abfall an.

svz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 11:45 Uhr

Ein sauberer Strand liegt Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) und Tourismusdirektor Matthias Fromm am Herzen. Deshalb hat die Tourismuszentrale eine Wunderwaffe in Betrieb genommen: Einen Beach Tech 2000. Damit können pro Stunde 22 000 Quadratmeter Sand gereinigt werden. „Das Verfahren setzt auf eine Rechen-, Sieb- und Mixtechnik“, erklärt Fromm. Das neue Gerät wird sowohl mit nassem als auch trockenem Sand fertig. „Bis zu einer Tiefe von 15 Zentimetern filtert der Beach Tech Zigarettenkippen, Scherben, Kronkorken und Plastikmüll aus dem Strandsand“, sagt er.

Täglich kommt das Gerät zum Einsatz. Denn ein sauberer Strand ist eine Voraussetzung für das Gütesiegel Blaue Flagge. Neben der Badequalität wird auch dieser Punkt bewertet. In diesem Jahr wird dieses Gütesiegel bereits zum 20. Mal an Warnemünde verliehen.

Was neben der Freude über die Reinigungskraft noch ein Plus ist: Die Tourismuszentrale hat mit der Maschine ein Schnäppchen gemacht. „Sie kostet neu 60 000 Euro und wir haben sie gebraucht für 15 000 Euro gekauft“, sagt Fromm.

Umweltsenator Matthäus ist ein hoher Standard wichtig, da der Plastikmüll zunehmend ein Problem für die Meere darstelle und am Ende in die Nahrungskette gelange. „Um den hohen Standard zu halten und weiter zu verbessern, gehen wir außerdem noch Kooperationen ein“, sagt er. Seit 2014 werden mit dem Verein Aida Freunde der Meere und dem Verband Mecklenburgische Ostseebäder kostenlose Strandaschenbecher verteilt, so Matthäus. In Warnemünde ist Aufgang 12 und in Markgrafenheide der Aufgang 8 als rauchfreie Zone deklariert. Neu sind in der Tourismuszentrale Poster und Postkarten zum Thema, damit die Sensibilität für den Schutz der Ostsee steigt. Deshalb werden Verkaufsartikel in Papiertüten mit dem Slogan „Kein Plastik bei die Fische“ verpackt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen