warnemünde : Marodes Haus des Sports schließt

Beate Krumbiegel trainiert seit zehn Jahren bei den Sportakrobaten des SV Warnemünde und hat eine Arbeit über die Abteilung geschrieben. Ihre Mutter Petra trainiert die Jüngsten.
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Beate Krumbiegel trainiert seit zehn Jahren bei den Sportakrobaten des SV Warnemünde und hat eine Arbeit über die Abteilung geschrieben. Ihre Mutter Petra trainiert die Jüngsten.

Ab September geht es in der Halle weiter / Liegenschaft wird verkauft

svz.de von
15. Juli 2015, 15:00 Uhr

Die Sportakrobaten des SV Warnemünde begehen morgen nach mehr als 50 Jahren ihren letzten Trainingstag im Haus des Sports. Nach dem Sommer ziehen alle Nutzer in die neue Sporthalle im Jahn Sportpark in der Parkstraße.

„Um 17.30 treffen sich Sportler und viele Eltern noch einmal, um richtig Abschied zu nehmen“, sagt Petra Krumbiegel. „Dann werden wir auch unseren neuen Präsentationsfilm erstmals zeigen, in dem wir auch Warnemünde – so glaube ich – ganz gut vermarkten“, so die Trainerin der jüngsten Turner und Helferin im Verein. Auch ihre Tochter Beate ist seit zehn Jahren im Verein. Dreimal in der Woche geht sie zum Training, ist inzwischen Übungsleiterin und dem Trainer Holger Genkel und den früheren Trainern Erwin Grohmann und Erich Paul sehr dankbar für das, was sie den Kindern und Jugendlichen vermittelt haben. Weil sie von den Gründern so viel gelernt haben, haben sich Turner wie Beate Krumbiegel entschlossen, später den Verein mit weiterzuführen. „Wir wollen als Trainer und Kampfrichter unser Bestes geben“, sagt sie. Die Verbundenheit zum Verein zeigte sie auch mit einer Jahresarbeit im Fach Sport unter dem Titel „Die Entwicklung der Abteilung Sportakrobatik des SV Warnemünde“. Darin ist zu lesen, dass die Mitglieder von 1988 von damals 105 nach der Wende auf 15 geschrumpft sind. Viele Mitglieder orientierten sich neu, auch die Förderung des Sports durch das DDR-System war nicht mehr gegeben, schreibt die Schülerin in ihrer Arbeit.

Um die Immobilie Haus des Sports geht es heute auch im nicht-öffentlichen Teil im Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). „Deshalb darf ich erst danach eine Auskunft dazu erteilen“, sagt KOE-Chefin Sigrid Hecht. Allerdings ist online bereits in der Tagesordnung der Sitzung für alle sichtbar, dass ein Antrag auf Verzicht einer Ausschreibung gemäß Bürgerschaftsbeschluss zum Verkauf eines bebauten Grundstücks Am Strom 38 gestellt worden ist. Im zweiten Punkt geht es um den Verkauf dieses Grundstücks – bei der Adresse handelt es sich um das Haus des Sports.

Im September soll die Sporthalle in der Parkstraße fertiggestellt werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagt KOE-Chefin Hecht. Die Fußbodenarbeiten haben noch gar nicht begonnen, wenn alles mängelfrei übergeben wird, ist spätestens Mitte September Übergabe.

„Weil die Ringer aus dem Haus des Sports trainieren müssen, haben sie bis dahin Zeiten in einer Lichtenhäger Halle bekommen“, so Hecht.

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