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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 13:42 Uhr

Werftdreieck : Maroder Imbiss muss weichen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Leerstehender Flachbau wird für 26 000 Euro abgerissen / Denkmal zum 17. Juni 1953 bleibt erhalten

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 18:32 Uhr

Ein Schandfleck verschwindet: Das frühere Eingangstor zur Neptun-Werft wird jetzt dem Erboden gleich gemacht. Zuletzt war in dem maroden Flachbau der Asia-Imbiss Quang Minh untergebracht – danach stand er lange leer. Über die Jahre ist das Kioskgebäude so verfallen, dass der Hansestadt nichts weiter übrig bleibt, als das Haus abzureißen. „Bereits Ende des vergangenen Jahres wurde der Innenbereich zurückgebaut, bevor die eigentlichen Abrissarbeiten beginnen konnten“, sagt Nico Seefeldt, Sprecher des Kommunalen Eigenbetriebes Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE). 26 000 Euro investiert die Hansestadt in den Abriss. Noch Ende Januar wird der Kioskbau komplett verschwunden sein. Nach dem Rückbau soll auf dem Grundstück eine Wiese angelegt werden. „Die Fundamente werden ausgehoben, der Boden neu aufgefüllt und die Fläche mit Rasensaat versehen“, sagt Nico Seefeldt. Planmäßig sollen die Arbeiten Anfang März beendet werden. Je nach Witterung könne sich der Zeitplan jedoch verschieben, so der Sprecher. Der Straßenbahnbetrieb wird während der Bauarbeiten nicht eingeschränkt. Sobald der Abriss in Haltestellen-Nähe beginnt, wird ein Streckenposten eingerichtet. Das Denkmal zur Erinnerung an den 17. Juni 1953 bleibt erhalten. Seit Jahren plant die Hansestadt einen vollständigen Umbau des Werftdreiecks. Die Vorzugsvariante beinhaltet eine Umverlegung der Max-Eyth-Straße und eine Verlegung der Straßenbahntrasse hinter die Heinkel-Mauer. Im Westen soll Platz für den Sportartikel-Markt Decathlon und einen Baumarkt entstehen. Wann die Umbauarbeiten für das Werft-Dreieck in die Tat umgesetzt werden, ist noch offen. Mit dem Abriss des ehemaligen Asia-Imbiss ist zumindest der Anfang für die Neugestaltung gemacht.

Viele Rostocker verbinden mit dem Kiosk ein Stück maritime Geschichte. Als noch die Neptun-Werft direkt nebenan ihre Schiffe vom Stapel laufen ließ, diente der Bau zunächst als Werkeingang und Wartehalle für den Straßenbahnhaltepunkt. Später öffnete dort ein Imbiss zur Pausenversorgung. Über die Jahre wechselte der Besitzer mehrfach. Nach langem Leerstand blieb der Stadt nun nur noch der Abriss.

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