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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 03:43 Uhr

Warnemünde : Marode Brücke wird saniert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die DB Netz AG und Stadt wollen ab Oktober 2015 das Bauwerk über den Stromgraben erneuern. Der Bahnhof wird für viereinhalb Monate voll gesperrt

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 06:00 Uhr

DB Netz AG und Hansestadt schlagen Alarm: Die Stromgrabenbrücke zwischen dem Südende des Alten Stroms und dem Seekanal muss dringend saniert werden. Das gilt auch für die beiden städtischen Brückenteilbauwerke, die sie im Zuge der Straßen Am Bahnhof und Am Passagierkai umrahmen. „Alle drei Teilbauwerke befinden sich in einem desolaten Zustand“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung, über die die Bürgerschaft am 1. Oktober entscheiden soll.

Stimmt sie der Vorlage zu, sollen genau ein Jahr später, am 1. Oktober 2015, die Bauarbeiten beginnen. Von Mitte Dezember bis Ende April 2016 wäre der Warnemünder Bahnhof komplett vom Zugverkehr abgekapselt. „Die Züge der S-Bahn Rostock enden und beginnen im Bahnhof Warnemünde-Werft“, heißt es in der Zusammenstellung der Baukorridore durch die DB Netz AG. Der Fernverkehr soll in Rostock enden, im Nahverkehr entfallen zwei Züge zwischen Rostock-Hauptbahnhof und dem Seebad, die Güterzüge nach Warnemünde-Werft werden ebenfalls gestrichen.

„Vor dem Hintergrund der einzigen vorhandenen Erschließungsmöglichkeit des Gewerbes auf der Mittelmole und des Bahnhofs Warnemünde ist der Ersatzneubau des Spüldurchlasses zwingend erforderlich“, schreibt die Verwaltung. Schon jetzt sei die Standfestigkeit gefährdet. Über die Straße Am Bahnhof dürfen nur noch Fahrzeuge mit maximal zehn Tonnen Gewicht und fünf Kilometern pro Stunde fahren. „Auch die Standfestigkeit und Gebrauchstauglichkeit der Bahnbrücke wird momentan nur noch durch die eingebauten Bahnhilfsbrücken und regelmäßige Schotternachstopfungen gewährleistet“, so die Verwaltung.

Sie will sich mit der DB Netz AG für die Planung und Finanzierung zusammenschließen. Vorerst setzt die Stadt 150 000 Euro Planungskosten an. Wie teuer die eigentlichen Bauarbeiten werden, steht noch nicht fest. Die DB Netz AG will die Streckensperrung auch für Arbeiten an ihrer Brücke über den Schmarler Bach nutzen. Laut Plan sollen sie zwischen dem 25. und 29. April 2016 ausgeführt werden. In diesem Zeitraum endet die S-Bahn in Bramow.

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