Smart : Markgrafenheide geht jetzt App

Die Programmierer: Paul Jütte (l.) und Nico Liebeskind Fotos: mapp
1 von 2
Die Programmierer: Paul Jütte (l.) und Nico Liebeskind Fotos: mapp

Zwei Programmierer aus dem Heideort haben innerhalb eines Jahres ein bedienerfreundliches Programm entwickelt. Start ist 1. Mai.

svz.de von
11. April 2015, 15:00 Uhr

Zwei fachlich pfiffige Programmierer aus Markgrafenheide bringen ab 1. Mai eine App aus ihrem Heideort ans Netz. Die ist jung, bedienerfreundlich, übersichtlich und mit vielen Raffinessen für Nutzer gespickt. Und das Beste: sie kostet kein Geld.

Ein Jahr arbeiten Nico Liebeskind und Paul Jütte bereits an dem Projekt, das für sie als Markgrafenheider zur Herzensangelegenheit geworden ist. Finanzielle Unterstützung hatten sie dabei keine. Als die beiden 24-Jährigen nach Markgrafenheide gezogen sind, haben sie gemerkt, dass es zu wenig Service und Informationen für die vielen Urlauber und Einheimischen gibt. Und weil das Entwickeln von Webseiten und Apps ihr Fachgebiet ist, haben sie dieses Projekt aus Lokalpatriotismus entwickelt. Sie haben mit Unternehmern, Hoteliers, Gastronomen, Fahrradverleihern und anderen Anbieten gesprochen.


Es kommt eine Wetterstation


„Die Unternehmer waren begeistert“, sagt Andreas Bankonier, Vorsitzender des Tourismusausschusses im Ortsbeirat. Den Standardeintrag bekomme jeder Unternehmer kostenfrei. Lediglich Zusatzinformationen wie Speisekarten sollen kostenpflichtig werden. In der Pension „Gestrandet“ soll in Kürze eine Wetterstation installiert werden, die die App mit Wetter-Informationen beliefert.

Besonders stolz ist Liebeskind auf ein Detail mit der Fähre: „Man sieht dort genau, in wie viel Minuten die Fähre fährt und das zu beiden Seiten“, sagt er. Auch Parken, Freizeitangebote, andere Fahrpläne und Veranstaltungen zeigt die App an. In naher Zukunft wollen die Entwickler mit Forstamtsleiter Jörg Harmuth Kontakt aufnehmen. Auch die Rostocker Heide soll in dem Programm erfasst werden.

Mit der Markgrafenheide-App sind die beiden Programmierer der Hansestadt zuvor gekommen. Die hat bisher noch keine eigenständige App für Markgrafenheide, sondern nur eine allgemeine. „Aus touristischer Sicht sind alle Aktivitäten begrüßenswert, die das Image der Hansestadt positiv unterstützen und dazu beitragen, sie für Tagesgäste und Urlauber bekannter zu machen“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm.

„Um stärkere Vermarktungssynergien zu schaffen, sollten alle touristischen Akteure die Chance nutzen, Marketingaktivitäten eng mit dem touristischen Marketing der Hansestadt Rostock abzustimmen“, sagt er. Wenn es nach Fromm ginge, würde er so ein Angebot gern auf der Internetseite der Hansestadt, unter www.rostock.de einpflegen. Das hat allerdings für die beiden Entwickler der App keinen Reiz. Die werden weiter an ihrem Konzept feilen. Sie wollen sogar ihre Zwei-Mann-Firma um mindestens einen Mitarbeiter erweitern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen