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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 21:38 Uhr

Marinechef ab Oktober in Rostock

vom

svz.de von
erstellt am 14.Aug.2012 | 11:25 Uhr

Rostock | Die deutsche Marineführung wird am 1. Oktober ihre Arbeit in Rostock aufnehmen. Das Marinekommando zieht in den nächsten Wochen um. "Wir werden zunächst eine Stärke von etwa 630 Leuten in der Hansestadt haben", sagte Marineinspekteur Axel Schimpf. Nach Abschluss der Umstrukturierung sollen es knapp 1000 Soldaten sein. Im Marinekommando gehen neben dem Marineamt, das seit Jahren in der Hansestadt ist, der Führungsstab Marine von der Bonner Hardthöhe und das Flottenkommando aus Glücksburg (Schleswig-Holstein) auf.

Korvetten sollen 2013 einsatzbereit sein

Allerdings werde es mit dem Umzug des so genannten Maritime Operations Centre (MOC) von Glücksburg nach Rostock noch dauern. Der Zeitpunkt stehe noch nicht fest. "So früh wie möglich, wann immer es technisch möglich ist", sagte Schimpf. Das MOC ist das militärische Lagezentrum, das in Glücksburg noch in einem Bunker untergebracht ist - eine noch dem Kalten Krieg geschuldete Situation. In Rostock werden die MOC-Soldaten in einem überirdischen Gebäude arbeiten. Kritik an den hohen Kosten des anstehenden Umzugs des Maritime Operations Centres ließ Schimpf nicht gelten. "Jede Technik ist irgendwann überholt. Wir haben großes Interesse daran, eine wirtschaftliche Auflösung des Zentrums zu finden." Vor wenigen Jahren sei das MOC technisch neu ausgestattet worden. "Bevor das wieder abläuft, bauen wir es in Rostock mit neuer Technik auf." Die Betriebskosten werden in Rostock deutlich geringer sein. Künftig werden in Rostock mehr als 2200 Soldaten und Zivilangestellte arbeiten. Die Hansestadt ist damit einer der Gewinner der Bundeswehrreform.

Indessen sollen die Korvetten des Geschwaders aus Rostock-Hohe Düne im kommenden Jahr einsatzbereit sein, so Schimpf. "Es wird bei den Korvetten immer nur über Probleme, aber nicht über Erfolge gesprochen", sagte der Marineinspekteur. Noch in diesem Jahr werde die "Magdeburg" erstmals im Rahmen des Unifil-Einsatzes vor dem Libanon zum Einsatz kommen. "Wir wollen mit diesen Schiffen zur Normalität kommen", betonte Schimpf.

Erst im Juni war bekanntgeworden, dass im Maschinenraum der Korvetten giftige Gase austreten. Zuvor hatte massive Getriebeprobleme die insgesamt 1,2 Milliarden Euro teuren Schiffe "Braunschweig", "Magdeburg" "Erfurt", "Oldenburg" und "Ludwigshafen am Rhein" lahmgelegt. Die rund 90 Meter langen Kriegsschiffe mit einer Besatzung von etwa 60 Soldaten eignen sich vor allem für Seeraumüberwachung und Küstenschutz.

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