zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 12:32 Uhr

Kaserne in Rostock : Marine baut Führungszentrum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Taktische und operative Leitung soll 2019 von Glücksburg in die Hanse Kaserne ziehen. Bund investiert insgesamt 66 Millionen Euro.

von
erstellt am 13.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Der Marinestandort Rostock gewinnt weiter an Bedeutung: Bis Oktober 2019 investiert der Bund rund 66 Millionen Euro in den Bau einer neuen Leitstelle auf dem Gelände der Hanse Kaserne. Vom so genannten Maritime Operations Center (MOC) aus werden künftig alle deutschen See- und Seeluftstreitkräfte im Einsatz koordiniert. Außerdem soll der Neubau den Fleet Entry Point (FEP) und das Maritime Component Command (MCC) beherbergen. Der FEP übernimmt die Steuerung aller landseitig angeschlossenen Sende- und Empfangsanlagen, das MCC ist für die taktische Ebene zuständig.

Bisher sind alle drei Abteilungen noch in Glücksburg an der dänischen Grenze angesiedelt, zum Großteil in einem Bunker. Das neue Gebäude wird überirdisch errichtet. „Die Bundeswehr baut grundsätzlich keine gehärteten Anlagen mehr“, heißt es aus dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Durch den Umzug wächst der Standort Rostock um rund 450 Dienstposten. Außerdem wird die Hansestadt damit endgültig zur zentralen Schaltstelle der Seestreitkräfte.

Bereits seit Oktober 2012 ist das damals neu gebildete Marinekommando in der Hanse Kaserne angesiedelt. „Die Integration des MOC und FEP in das Marinekommando verbunden mit der Fähigkeit zur Übernahme der Aufgaben eines MCC ist ablauforganisatorisch sinnvoll und operationell zwingend erforderlich“, erklärt das Bundesamt. Die Bundeswehr erhalte so die Möglichkeit, nicht nur nationale, sondern auch Nato- und EU-Operationen auf den Weltmeeren zu führen. Das werde Deutschland künftig auch verstärkt anstreben, deutet das Bundesamt an: „Die durch ein verfügbares MCC darstellbare Führungsfähigkeit wird besonders mit Blick auf die Rolle Deutschlands als Rahmennation durch das Bundesministerium der Verteidigung und das Marinekommando national und international kommuniziert.“

Aktuell führt das MOC beispielsweise deutsche Einheiten innerhalb der Operation Active Endeavour im Mittelmeer, der Standing Nato Maritime Groups oder bei Rettungsmissionen. Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juli. Sie werden vom Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) MV koordiniert und umfassen neben dem 120 Meter langen und 35 Meter breiten Viergeschosser am Nordende des Exerzierplatzes auch den Neubau einer Parkpalette. Darüber hinaus werden Außenanlagen umgestaltet. Geplant wurde das Projekt vom Rostocker Architekturbüro Bastmann und Zavracky.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen