Rostock : Mann stirbt: War es Brandstiftung?

Einsatz im Beginenberg: Die Flammen schlagen meterhoch aus dem Erdgeschoss, die Anfahrt der Retter durch die Altstadtgassen ist schwierig. Fotos: Stefan Tretropp
1 von 2
Einsatz im Beginenberg: Die Flammen schlagen meterhoch aus dem Erdgeschoss, die Anfahrt der Retter durch die Altstadtgassen ist schwierig. Fotos: Stefan Tretropp

Verheerendes Feuer in der Altstadt fordert Todesopfer und zerstört Wohnhaus

svz.de von
25. Juli 2014, 20:59 Uhr

Dramatische Minuten in der Östlichen Altstadt: In einem Wohnhaus im Beginenberg ist am späten Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Während die Berufsfeuerwehr mit mehreren Löschzügen durch die Altstadtgassen zum Unglücksort eilt, schlagen die Flammen meterhoch aus den Fenstern und der Tür im Erdgeschoss des Hauses. In dieser Wohnung befinden sich zwar keine Menschen. Aber in der dritten Etage entdecken zwei Retter, die über eine Drehleiter hineingelangt sind, etwa eine halbe Stunde später den Besitzer des verwahrlosten Hauses – der 62-Jährige liegt leblos hinter einer Wendeltreppe. Feuerwehrleute unter Atemschutz tragen den Mann, eingewickelt in eine Plane, ins Freie. „Der Notarzt versuchte über einen längeren Zeitraum ihn wiederzubeleben“, berichtet Polizeihauptkommissar Torsten Sprotte noch in der Nacht. Aber der Kampf um sein Leben ist vergebens. Der 62-Jährige stirbt kurz nach Mitternacht in der Südstadtklinik an den Folgen seiner schweren Rauchgasvergiftung.

Die Rostocker Kriminalpolizei hat mittlerweile die Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufgenommen. Der Verdacht: Brandstiftung mit Todesfolge. „Als vorläufige Brandursache kann eine offene Flamme an zwei Stellen im Haus angenommen werden“, sagte Isabel Wenzel, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock. Die Ermittlungen zur endgültigen Brandursache sowie zu einem möglichen Verursacher dauerten aber noch an. Gestern Morgen waren Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Rostock und externe Brandursachenermittler in der Ruine des Wohnhauses im Einsatz, um Details herauszufinden.

Anwohner hatten vor Ort von einem Knall berichtet, den sie kurz vor dem Ausbruch des Feuers gehört hätten. Wie die Polizei berichtete, wählte eine aufmerksame Zeugin gegen 22.35 Uhr den Notruf und meldete den Brand. Nachbarn aus den beiden Häusern neben der betroffenen Immobilie brachten sich selbst in Sicherheit. Sie wurden nicht verletzt.

Das Haus, in dem das Feuer wütete, ist unbewohnbar. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen gestern noch keine genauen Angaben vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen