zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. September 2017 | 22:17 Uhr

Mann beschimpft Beamte als "Nazi-Schweine"

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2013 | 06:49 Uhr

Rostock | Er soll Justizbeamte als "Nazi-Schweine" beschimpft haben: Die Festnahme eines amerikanischen Kreuzfahrtpassagiers in Warnemünde (NNN berichteten) schlägt hohe Wellen. Der Mann soll schwere Nazi-Beschuldigungen erhoben haben. Das teilte eine Sprecherin der Bundespolizei gestern mit.

Der Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff war für einen US-Amerikaner in der Untersuchungshaft in Waldeck zu Ende gegangen. Der 53-Jährige wurde am Dienstag auf der "Queen Victoria" festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl aus dem bayerischen Augsburg vorlag, wie eine Bundespolizeisprecherin in Rostock sagte. Inzwischen sei der Mann, der sonst in Washington lebe, einem Haftrichter vorgeführt und - auch wegen seiner kriminellen Vorgeschichte - in die Justizvollzugsanstalt gebracht worden.

Hintergrund des Vorfalls ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Augsburg, dass der Festgenommene im April und Mai vergangenen Jahres während eines Gefängnisaufenthalts in Bayern Vollzugsbeamte unter anderem "Nazi-Schweine" genannt haben soll. Außerdem habe der Mann ihnen "Gestapo-Methoden" unterstellt. "Wir verfolgen Beleidigungen zum Nachteil von Justizvollzugsbediensteten relativ konsequent, erst recht, wenn sie mit Nazi-Vergleichen einhergehen", sagte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Der Strafrahmen für Beleidigung reiche von einem Monat bis zu einem Jahr Gefängnis. Haftgrund sei im Fall des Amerikaners Fluchtgefahr. Zu den Vorstrafen des Mannes konnte Nickolai nichts sagen. Nach Angaben der Bundespolizei in Rostock saß der 53-Jährige unter anderem wegen Kreditbetrügereien in Bayern hinter Gittern. Er war danach freigekommen. Noch während das Ermittlungsverfahren wegen der Beleidigungen in Deutschland lief, reiste er in die Vereinigten Staaten aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen