Majbrit will die See erobern

<strong>Gut informiert: </strong>Bachelor-Student Konrad Iwer (24) erklärt Majbrit Wessel (18), wie das Bugstrahlruder funktioniert. <fotos>Jenny Pfeifer</fotos>
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Gut informiert: Bachelor-Student Konrad Iwer (24) erklärt Majbrit Wessel (18), wie das Bugstrahlruder funktioniert. Jenny Pfeifer

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08. März 2013, 07:45 Uhr

Warnemünde | Auf der Brücke stehen und Verantwortung für ein ganzes Schiff samt Besatzung übernehmen - das ist der Traum von Majbrit Wessel (18). Extra aus Osnabrück war die Abiturientin angereist, um am gestrigen 25. Studienorientierungstag der Fachhochschule Wismar, Bereich Seefahrt teilzunehmen. Dort hat sie sich über die Berufsbilder des Matrosen, Nautischen Offiziers und des Kapitäns informiert. "Gerade weil die Seefahrt so abwechslungsreich ist und ich nicht ständig im Büro sitzen will, möchte ich Nautik studieren", sagt die 18-Jährige. Sich in der Männerdomäne zu behaupten, davor hat die Schülerin keine Angst. "Ich habe die Leistungskurse Chemie, Mathe und Informatik gewählt. Da sind fast nur Jungs", sagt Wessel.

Die beiden Studenten Georg Finger (26) und Konrad Iwer (24) klärten die potenziellen Seefahrer auch über die Qualifikationen auf, die sie neben der Seediensttauglichkeit für einen Beruf an Bord mitbringen müssen. "Mit einem Realschulabschluss kann man bereits eine Ausbildung zum Schiffsmechaniker machen", so Iwer. Dazu gehöre aber ein Ausbildungs-Vertrag mit einem Reeder.

Angehende Nautiker, die bereits eine Schiffsmechaniker-Ausbildung und die Fachhochschulreife haben, können direkt in das Studium an der Fachhochschule einsteigen. Bei Abiturienten ist ein Praktikum Voraussetzung für die Zulassung. Während der Studienzeit ein Praktikum zu absolvieren, ist zwar möglich, aber schwer zu bekommen. Die Plätze sind heiß begehrt. "Ich kann nur empfehlen, vor Studienbeginn die Fahrenszeit bereits mitzubringen", sagt Iwer.

Für Majbrit Wessel steht ihre Berufswahl schon fest: "Es ist ein interessanter und vor allem sicherer Arbeitsplatz." Auf was für einem Schiff sie später ihre Ausbildung machen will, weiß sie noch nicht genau. "Ich kann mir die Arbeit auf einem Frachtschiff vorstellen", sagt sie. Auch die Studienbedingungen haben der 18-Jährigen gut gefallen. Neben hochmoderner Technik im Schiffsführungssimulator können die Studenten auch an einem Hilfsdiesel schrauben.

Schulabgänger, die den Orientierungstag verpasst haben, können sich noch am 5. und 6. April zu "Campus ahoi!" über die Ausbildungsmöglichkeiten am Standort informieren.

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