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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 09:57 Uhr

Vorfreude auf das Polarium : Magische Momente im Zoo

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Premiere im Rostocker Tierpark weckt bei den Eisbären Fiete und Vilma sowie 2500 Besuchern Vorfreude auf das Polarium

Gisela Okuneck kramt in ihrer Tasche. „Ich habe etwas mitgebracht, das ich dem Zoo schon lange vorbeibringen wollte.“ Sie zieht eine Postkarte heraus. „Die wurde am 5. Oktober 1957 abgestempelt“, sagt sie. „Meine Oma bekam sie damals von meiner Tante.“ Darauf zu sehen: der Elefantenbulle Con Voi Bon aus Vietnam, der damals im Rostocker Zoo lebte. „Meine Tante bedankt sich mit der Karte im Namen ihrer Tochter für ein Geburtstagsgeschenk“, erzählt Okuneck. „Kaum zu glauben, dass es damals erlaubt war, auf Elefanten durch den Zoo zu reiten.“

Elefanten gibt es im Rostocker Tierpark momentan keine mehr. Dafür aber Eisbären. Und diese standen am Sonnabendabend im Fokus der Veranstaltung Tiere, Lichter und Magie. „Unser letztes großes Projekt war das Darwineum. Unser nächstes großes Projekt ist das Polarium“, erklärt Marketing-Chef René Gottschalk. 2018 soll das neue Zuhause für die Eisbären und Pinguine stehen. „Die Besucher bekommen damit völlig neue Einblicke in die Welt der Eisbären“, verspricht Gottschalk und nennt ein Beispiel: „Sie können dann durch Glaswände beobachten wie die Tiere ins Wasser eintauchen.“

Zur Feier der ersten Zoo-Nacht bekamen Fiete und seine Mutter Vilma einen abendlichen Snack von Pfleger Matthias Petzold. „Normalerweise fressen Eisbären fast ausschließlich Robben. Bei uns gibt es im Wechsel Fisch und Fleisch, heute Rind.“ Die Zwischenmahlzeiten würden in der Regel so serviert, dass die Tiere Erfindungsreichtum beweisen müssten, um an das Futter zu kommen. „Eisbären wollen beschäftigt werden“, erklärt Petzold, der beiden Melone servierte. „Wenn sie Melone essen, ist das immer eine riesige Sauerei.“

Rund 2500 Besucher strömten am Sonnabend zur Zoo-Nacht in den Rostocker Tierpark. Mit ihrer Eintrittskarte konnten sie eine viertägige Aida-Reise für zwei Personen gewinnen. „9222“ lautete die Nummer zum Glück. „Leider war der- oder diejenige mit den Kennzahlen heute nicht mehr auffindbar“, sagt Torsten Sitte von der Hanseatischen Eventagentur. „Wir hoffen aber, dass er oder sie sich bei uns melden wird.“ Die Zoo-Nacht soll im kommenden Jahr wiederholt werden – voraussichtlich wieder im Mai. Wenn die Dunkelheit einbricht, können die Besucher dann abermals den nachtaktiven Tieren lauschen und sich von spektakulären Lichtinstallationen durch den Park leiten lassen.

Josefine Rosse

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