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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 23:32 Uhr

Magdeburger überrennen Empor

vom

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2012 | 09:37 Uhr

Rostock | Tradition lebte gestern Abend in der Fiete-Reder-Sporthalle Marienehe beim Aufeinandertreffen zwischen dem HC Empor Rostock und dem SC Magdeburg wieder auf. Bis Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts waren beide Vereine das Nonplusultra des DDR-Handballs. Das gestrige Resultat von 28:39 (16:21) aus Rostocker Sicht war zweitrangig. Vielmehr wollten beide Trainer - HCE-Coach Norbert Henke vor der Partie am Freitag in Nordhorn, Frank Carstens acht Tage vor Fortsetzung der Punktspiele in der 1. Handball-Bundesliga - Verbesserungen im Angriffs- und Abwehrverhalten sehen und auch in der Offensive einiges testen.

Henke hatte am Sonnabend beim 32:31 gegen Korschenbroich Stärken im individuellen, aber Reserven im kollektiven Deckungsspiel erkannt. "Das müssen wir auch über eine vermehrte Kleingruppenarbeit lösen", war sein Statement.

Bis zum 14:15 (25.) klappte das bei den Rostockern ganz gut. Die Treffer des SCM kamen meistens über die erste und zweite Welle - und das gnadenlos im Höllentempo. Da war der HCE mit dem Umschalten auf die Defensive machtlos.

Vorn machte Michal Bruna eine Riesenpartie, warf vor dem Wechsel allein neun Tore. Mit Auge setzte er fünf Strafwürfe in den Magdeburger Kasten und entwickelte im Angriff viel Druck. Anerkennung kam von Gäste-Coach Frank Carstens: "Der Tscheche hat uns schöne Rätsel aufgegeben." Verhindern konnte "Brunek" den Sprung vom 13:13 (23.) auf 16:21 zur Pause aber nicht.

In der Offensive standen bei den Hansestädtern besonders die Außen Vyron Papadopoulos, René Gruszka und Florian Zemlin unter "Kontrolle" des Coaches, konnten sie doch gegen Korschenbroich nicht ihr Vermögen abrufen. Bei "Papa" wechselte Licht im Zusammenspiel mit Schatten in der Chancenverwertung. Gruszka unterstrich ansteigende Form, während sich Zemlin gegen die körperlich überlegenen Gäste nicht durchsetzen konnte.

Eine starke Leistung bot beim den Magdeburgern Andreas Rojewski, der sich "bei den absehbaren Veränderungen im deutschen Handball für Rio 2016 einiges ausmalt." Seine Würfe aus der zweiten Reihe kamen wie ein Strich. Auch Linksaußen Yves Grafenhorst wusste zu überzeugen.

Rostock: Schröder, Hagen - Bruna 10/6, Gorniak 3, Dethloff, Langhans 2, Höwt 1, Meschke 2, Gruszka 5, Papadopoulos 3, Sadewasser, Göde, Zemlin 2

Magdeburg: Guslavsson, Eijlers - Wiegert 1, Doborac 4/2, Rojewski 7, Landsberg 1, Pajovic 4, Hornke 3, Grafenhorst 11, Tönnesen , Weber 3, Jurecki 5

Siebenmeter: Rostock 7/6, Magdeburg 1/1,

Strafminuten: Rostock 4, Magdeburg 2

Schiedsrichter: Porebska/Schween (Lychen)

Zuschauer: 450

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